Am Donnerstag zog der Hauptzug über die Esplanade der Ministerien in Richtung Kongress. Eine kleinere Gruppe marschierte zum Obersten Gerichtshof.
Der Marsch bildete den Höhepunkt des Treffens, das vom sechsten bis elften April stattfand und rund 7.000 Teilnehmende aus mehr als 200 Gruppen zusammenbrachte.
Führungspersönlichkeiten, darunter Marinete Tukano, forderten konkrete Schritte. Sie warnten, Verzögerungen bei der Landvermessung setzten die Gemeinden einem Risiko aus und höhlten verfassungsmäßige Rechte aus. Sie verwiesen darauf, dass zwar seit 2023 bis voraussichtlich Ende 2025 etwa zwanzig Territorien anerkannt werden sollen, nach zuvor vier Jahren Stillstand. Angesichts des großen historischen Rückstands reiche das jedoch bei weitem nicht aus.
Mächtige Agrar- und Bergbaulobbys drängen auf schwächere Schutzbestimmungen. Sie werben für Regeln nach Art des „temporal framework“, um Landwirtschaft und Rohstoffabbau auf indigene Anspruchsgebiete auszudehnen.
Trotz gewisser Fortschritte in den vergangenen Jahren bleiben viele Ansprüche offen. Im Kongress werden neue Maßnahmen beraten, die indigene Organisationen und Menschenrechtsgruppen als Bedrohung für den Landesschutz kritisieren.