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Merkel: Alles andere als Multilateralismus "führt ins Elend"

Merkel: Alles andere als Multilateralismus "führt ins Elend"
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REUTERS/Arnd Wiegmann
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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat ein Plädoyer für den Multilateralismus gehalten. Um diesen neu zu beleben, müssten die internationalen Institutionen reformiert werden. Deutschland suche hier nach Verbündeten.

Alles andere werde ins Elend führen, sagte Merkel vor dem Wirtschafsforum in Davos. Große Herausforderungen wie Erderwärmung und Sicherheitsfragen könne man nur gemeinsam bewältigen.

Indirekter Seitenhieb auf Trump

Damit ging Merkel in ihrer Rede auf Gegenkurs zu US-Präsident Donald Trump, ohne diesen beim Namen zu nennen. Es gebe Stimmen, die behaupten, der Welt ginge es besser, wenn jeder an sich denke. "Ich habe Zweifel daran", sagte Merkel.

Donald Trump hatte vor einem Jahr in Davos ein Plädoyer für den Unilateralismus gehalten. Dieses Jahr reiste er wegen des Haushaltsstreits im eigenen Land nicht an.

Merkel warnt vor neuer Bankenkrise und No-Deal-Brexit

Weiteres Thema in Merkels Rede: Die Bankenkrise von vor über zehn Jahren. Diese habe viel Vertrauen in den Finanzsektor gekostet. Und die Zinspolitik der Banken zeige, dass sie noch nicht ganz ausgestanden sei. Merkel rief Politik und Wirtschaft auf, alles zu tun, um eine neue Bankenkrise zu verhindern.

Sie pochte auch auf eine Lösung für einen geregelten Brexit: "Die Europäische Union kann Kraft entwickeln, um die Dinge voranzubringen. Wir müssen alle mit dem Schock leben, dass Großbritannien aus der EU austreten will. Mein ganzes Sinnen und Trachten richtet sich darauf, das in einer geregelten Form hinzubekommen, in der wir eine gute Partnerschaft haben können zum Wohle aller.“

„Industrieländer haben Verantwortung für Klima“

Merkel machte sich zudem für einen schnellen Kohle-Ausstieg in Deutschland stark. Sie appellierte an alle Industrieländer, ihrer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht zu werden. Sie sei zutiefst überzeugt, dass die Klimaveränderung für die gesamte Welt eine "Riesenbedeutung" habe.

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte Bundeskanzlerin Merkel im Vorfeld des Wirtschaftsforums aufgerufen, den Klimawandel in Davos zum Thema zu machen.