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Vier Monate zu spät: Guinea-Bissau hält im März Parlamentswahlen ab

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Das afrikanische Land Guinea-Bissau wird am 10. März Parlamentswahlen abhalten - vier Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin. Dem amtierenden Präsidenten José Mário Vaz zufolge soll so die anhaltende Krise in dem Land entschärft werden.

Die UN sowie die Nachbarstaaten des Landes hatten Guinea-Bissau immer wieder dazu aufgefordert, die Wahl abzuhalten, die eigentlich schon für November geplant war.

"Wir werden denjenigen wählen, der für alle der Beste ist und uns zu schätzen weiß. Wir wollen nicht noch einmal erleben, was wir bereits durchgemacht haben", sagte eine Bewohnerin des Landes.

Bei dem Amtseintritt von Vaz im Jahr 2014 setzten viele Menschen große Hoffnungen in den Präsidenten. Er sollte nach jahrelangen politischen Krisen und Militärputschen Guinea-Bissau vom Elend befreien. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt.

Doch stattdessen entließ Vaz seinen Premierminister und die Regierung wurde handlungsunfähig. Vaz hält jedoch an der Macht fest, vorgezogene Präsidentschaftswahlen lehnt er vehement ab.