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Widerstand im Hambacher Forst: "Eule" muss 9 Monate in Jugendhaft

Widerstand im Hambacher Forst: "Eule" muss 9 Monate in Jugendhaft
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Die taz meint, das Amtsgericht Kerpen wolle "ein Exempel statuieren", es ist die Rede von einem "politischen Urteil". Eine junge Aktivistin, von der nur der Spitzname "Eule" bekannt ist, ist zu neun Monaten Jugendhaft verurteilt worden. Sie hatte bei der Räumung des Hambacher Forst im vergangenen Herbst Widerstand geleistet und mit Stiefeln um sich getreten, als die Polizeibeamten sie aus ihrer Hängematte holen wollten.

Die Behörden schätzen das Alter der Verurteilten auf 18 bis 21 Jahre. Die Identität der jungen Frau konnte offenbar nicht ermittelt werden. Laut WAZ wird die Angeklagte "UP8" - unbekannte Person 8 - genannt.

Am 26. September 2018 wurde die junge Frau offenbar als eine der letzten aus ihrem Baumhaus geholt. Die Anklage lautet "Widerstand gegen die Staatsgewalt" und "versuchte schwere Körperverletzung".

Dass sie jetzt, da die Räumung des Hambacher Forst abgesagt ist und "Eule" bereits vier Monate in U-Haft verbracht hat, weitere Monate im Gefängnis verbringen soll, macht viele Aktivisten wütend.

Offenbar will die junge Frau Einspruch gegen das Urteil einlegen.

In einem anderen Prozess will der Energiekonzern RWE 2 Millionen Euro Schadensersatz von Umweltaktivisten, die im Jahr 2017 Kraftwerke durch Proteste lahmgelegt hatten.