Fast 200 Verletzte nach Protesten gegen Bouteflika

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Die algerischen Behörden veröffentlichten die Bilanz am Samstag. Die Proteste waren am Freitag überall im Land ausgebrochen. Das jüngste Aufbegehren - gegen den Präsidenten - sind die heftigsten Proteste seit Beginn des Arabischen Frühlings vor acht Jahren.

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Mehr als 180 verletzte Polizisten und Demonstranten, so lautet die vorläufige Bilanz der Proteste in Algerien seit Freitag, so das Gesundheitsministerium. Die Behörden bestätigten außerdem den Tod eines Mannes nach einem Herzanfall.

Innenminister Noureddine Bedoui besuchte am Samstag Verletzte in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Algier. Algerischen Medien zufolge handelte es sich dabei um Demonstranten.

"Wir wollen herausfinden, was genau mit dem ums Leben gekommenen Hassen Benkhedda geschehen ist. Möge Gott seiner Seele gändig sein, unsere Anteilnahme gilt seiner Familie", so der Innenminster der Regierung von Präsident Bouteflika, gegen den sich die Proteste richten.

Landesweit waren am Freitag erneut Menschen gegen eine fünfte Amtszeit des 82-jährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika auf die Straße gegangen. Die Kundgebungen in Algier waren größtenteils friedlich verlaufen. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden im Zentrum der Stadt dennoch Fahrzeuge in Brand gesteckt und Fassaden demoliert. Steine flogen, die Polizei setzte Tränengas ein.

Am Samstag blieb es in der Hauptstadt ruhig. Die jüngsten Proteste in dem nordafrikanischen Land gelten als die heftigsten seit Ausbruch des Arabischen Frühlings vor acht Jahren.

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