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Pausenbrote von Kollegen vergiftet: Lebenslange Haft für Klaus O.

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Unsplash / Wilfred Wong
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Im Prozess um den Vorwurf des versuchten Mordes hat das Landgericht Bielefeld den Angeklagten Klaus O. zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Der 57-Jährige hatte die Pausenbrote seiner Kollegen in der ostwestfälischen Stadt Schloß Holte-Stukenbrock vergiftet. Bis zum Ende des Prozesses hatte der Mann über seine Motive geschwiegen.

Herausgekommen waren die Taten, als einer der Kollegen auffälliges weißes Pulver auf seinen Stullen entdeckte und fotografierte. Aufnahmen eines Überwachungsvideos überführten Klaus O. auf frischer Tat. In einem vermeintlich unbeobachteten Moment ging er an die Taschen der Kollegen, holte Dosen heraus, streute das Pulver auf die Brote.

Die ehemaligen Kollegen des Angeklagten hatten zum Prozessende nochmals vergeblich an den Angeklagten appelliert, sich zum Motiv zu äußern. Zwei von ihnen wurden durch das Gift schwer nierenkrank. Ein dritter Kollege konnte nicht mehr selbst an dem Verfahren teilnehmen, da er nach einer Verschlimmerung der Symptome im Wachkoma liegt. Aussichten auf Besserung gibt es nicht.

Bei wie vielen Kollegen O. es zuvor schon versucht hatte, ist unbekannt. Polizei und Staatsanwaltschaft prüften rückwirkend auffällige Krankheits- und Todesfälle beim Personal der Firma. Die Ermittler fanden bei Klaus O. verschiedene Chemikalien wie Bleiacetat, Cadmium, Blei und Quecksilber.