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Crans Montana Forum: Afrikas Jugend eine Stimme geben

Crans Montana Forum: Afrikas Jugend eine Stimme geben
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Zum fünften Mal in Folge hat das Crans Montana Forum in Dakhla in der Westsahara stattgefunden. Das Treffen stand unter dem Motto "Aufbau eines mächtigen und modernen Afrika im Dienste seiner Jugend". Mehr als 1200 Teilnehmer aus 110 Ländern nahmen an der Konferenz teil.

Diese Ausgabe gab der afrikanischen Jugend eine Stimme, die 79 Prozent der Bevölkerung des afrikanischen Kontinents ausmacht:

"Unser Programm stellt die afrikanische Jugend in den Mittelpunkt: Diese jungen Menschen, die in ihrem jeweiligen Bereich in Unternehmen, Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen letztlich die besten Beispiele für diesen afrikanischen Erfolg sind, für den Erfolg eines Afrikas, das sich entschieden hat, sein Schicksal in die Hand zu nehmen", sagt der Präsident des Crans Montana Forums Pierre Emmanuel Quirin.

Frauen fördern

Fast 25 Prozent der Afrikanerinnen sind Unternehmerinnen. Sie sind weltweit Spitzenreiter bei der Gründung von Unternehmen. Die Plattform für den Austausch und die Diskussion über Frauenförderung in Afrika wurde von der Präsidentin der Phosboucraa-Stiftung geleitet:

"Unsere Stiftung unterhält zwei Lernzentren, die jungen Menschen und Frauen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten und ihr Unternehmertum zu entwickeln, was ihnen bei der Arbeitssuche hilft und ihnen Chancen im Wirtschaftsleben eröffnet. Einige von ihnen haben bereits Unternehmen im Dienstleistungssektor, in der Kosmetikbranche sowie im Agrarsektor gegründet", sagt Hajbouha Zoubeir.

Die Stiftung unterstützt junge Menschen und vor allem Frauen bei ihrer beruflichen Karriere: "60 Prozent unserer Begünstigten sind Frauen, wir sind der Meinung, dass Investitionen in Frauen und junge Menschen Investitionen in die Zukunft sind", so Hajbouha Zoubeir.

Das Exzellenz-Stipendienprogramm der Stiftung gibt den Empfängern die Möglichkeit, die besten nationalen und internationalen Schulen zu besuchen:

"157 Stipendiaten haben das Exzellenzprogramm durchlaufen, 75 Prozent von ihnen gingen an internationale Gymnasien und Universitäten. Einige von ihnen wurden Ärzte oder Unternehmer, die heute zur Entwicklung ihrer Region beitragen, so die Stiftungspräsidentin.

Digitale Revolution

Ein weiteres wichtiges Thema war die digitale Entwicklung. Laut Experten betrifft sie in Afrika vor allem Sektoren wie Hotels, Tourismusversicherungen, Finanzen, Gesundheit und Landwirtschaft.

Diane Audrey Ngako, Gründerin der Agentur Omenkart entwickelte 2014 die visiter l'Afrique-Plattform:

"Meine Idee war, die Afrikaner dazu zu bringen, in ihre verschiedenen Länder zu reisen, denn wir sind die ersten Botschafter. Auf diesem Kontinent gibt es viel zu erleben! Es gibt viele Vorurteile über Afrika - entweder von Afrikanern oder anderen, und wir sollten sie überwinden. Geben wir den Afrikanern die Möglichkeit, stolz auf ihre Heimat zu sein."

Laut Diane ist der Kontinent zum Vorreiter für mobile Anwendungen geworden:

"Es gibt Anwendungen, mit denen Sie den Preis unserer landwirtschaftlichen Produkte verfolgen können. Und wenn der Händler kommt, um Ihnen eine Tonne Kaffee oder 100 Kilo Kochbananen abzukaufen, können sie ihm (mit Blick auf diese Anwendung) sagen: 'Aber nein, das ist aktuelle Marktpreis'. Die digitale Technologie gibt uns Selbstvertrauen: Sie erlaubt den jungen Afrikanern, in Kontakt zu kommen, zu sagen; "Du in Mauretanien hast genau die gleichen Probleme wie ich in Mali, aber mit deinem und mit meinem Hintergrund können wir ein Umfeld finden, das uns stärkt, dass es uns erlaubt, an uns zu glauben und zu träumen. Meiner Meinung nach sollten afrikanische Jugendliche einen Traum haben."

Etwa sechzig junge Afrikaner, darunter Diane, wurden beim Crans Montana Forum als Führungskräfte der Zukunft geehrt. Eine Auszeichnung, die ihnen bei der Abschlussveranstaltung für ihre Leistungen und Verdienste in verschiedenen Bereichen verliehen wurde.