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Hubble zeigt Riesensturm auf Neptun mit 11.000 km Durchmesser

Hubble zeigt Riesensturm auf Neptun mit 11.000 km Durchmesser
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NASA/JPL
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Das Weltraumteleskop "Hubble" hat die Entstehung eines Sturms auf dem Planeten Neptun dokumentiert.

Erste Bilder, die Riesenstürme in der südlichen Hemisphäre des Neptun zeigten, schoss Voyager 2 schon 1989. Sie waren als schwarze Flecken zu sehen - die Wissenschaftler nannten sie "The Great Dark Spot" und "Dark Spot 2". Nur fünf Jahre später schickte "Hubble" wesentlich schärfere Aufnahmen vom Neptun, und die Forscher brannten darauf zu sehen, wie sich die Stürme entwickelt hatten. Doch zu ihrer Überraschung waren diese völlig verschwunden.

Eine Planetenforscherin der NASA erinnert sich: "Wir waren es gewohnt, den Großen Roten Fleck des Jupiter zu betrachten, der vermutlich schon seit mehr als hundert Jahren da war." Diese Erscheinung auf dem Jupiter, die mehr als 20 000 Kilometer lang ist und sich mit Amateurteleskopen erkennen lässt, ist ein Wirbelsturm der seit mehreren hundert Jahren über den Jupiter fegt.

The cyclic motion of the Great Red Spot imaged by the Cassini spacecraft. Unlike on Neptune, Thin jet streams on Jupiter keep the Great Red Spot from breaking apart and from changing latitude; it rotates around Jupiter but doesn’t move north or south.
Credit: NASA.

Das Verschwinden deutete auf das Auflösen des Sturms hin. Mit Hilfe von Computersimulationen gelang es den Planetenforschern nun, Vorhersagen über die Dauer und Häufigkeit der Stürme auf dem Neptun zu treffen. Die Forscher berechneten, dass es aller vier bis sechs Jahre zur Entstehung solch gewaltiger Stürme kommt. Der 2018 auf dem Neptun sichtbar gewordene Sturm hat den Forschern zufolge einen Durchmesser von 11.000 Kilometern. Sie können zwischen zwei und bis zu sechs Jahren andauern.