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Natalia Filjowa († 55): Millionärin bei Absturz in Hessen getötet

Natalia Filjowa († 55): Millionärin bei Absturz in Hessen getötet
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Ihre Maschine vom Typ Epic E1000 befand sich im Landeanflug zum kleinen Flughafen Egelsbach bei Frankfurt, als das Kleinflugzeug in einem mit Plastik bedeckten Spargelfeld abstürzte. Die Ursache für den Crash in Erzhausen soll jetzt ermittelt werden.

Die 55-jährige Natalia Filjowa (auch: Fileva), die bei dem Absturz ums Leben kam, war die Miteigentümerin der Fluggesellschaft S7, eine der reichsten Frauen Russlands. Die Geschäftsfrau war auf einem Flug von Cannes nach Egelsbach.

Das Vermögen von Natalia Filjowa, die zusammen mit ihrem Mann seit den 90er Jahren in der Luftfahrt tätig ist, wird auf mehr als 530 Millionen Euro geschätzt. Sie gilt als die viertreichste Frau Russlands.

"Inspirierende Managerin"

"Das ist ein unwiederbringlicher Verlust», sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft S7. Filjowa sei eine inspirierende Managerin und wunderbare Frau gewesen. S7 ist die zweitgrößte russische Airline hinter Aeroflot. Natalia Filjowas Ehemann ist der Chef von S7.

An Bord der verunglückten Maschine soll auch der Vater von Natalia Filjowa gewesen sein.

Die 55-Jährige hatte vier Kinder - eines davon war adoptiert.

Bei dem Flugzeugabsturz kamen der Pilot - der offenbar aus Frankreich stammt - sowie die beiden Passagiere ums Leben.

Expertenteam aus Russland unterwegs

Experten des russischen Zwischenstaatlichen Luftverkehrskomitees (MAK) sollten noch an diesem Montag an der Absturzstelle eintreffen, um bei den Untersuchungen zu helfen.

Die Maschine war völlig ausgebrannt.

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Absturzstelle im SpargelfeldAPTN screenshot

Offiziellen russischen Statistiken zufolge hat S7 im vergangenen Jahr 11,6 Millionen Passagiere transportiert. 2003 hatte die Fluggesellschaft zum ersten Mal Aeroflot bei den innerrussischen Passagierzahlen überholt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Moskau, die wichtigsten Flughäfen sind auf den Flughäfen Moskau-Domodedowo, Nowosibirsk-Tolmatschowo und Irkutsk. Zur Flotte der Airline gehören Maschinen vom Typ Airbus A320neo und Boeing 737 Max.

Rettungskräfte in tödlichen Unfall verwickelt

Nach dem Flugzeugunglück kam es beim Einsatz der Rettungskräfte zu einem tragischen Unfall. Ein Streifenwagen, der unterwegs zur Absturzstelle war, wurde frontal von einem entgegenkommenden Auto erfasst. Der Fahrer war bei einem Überholmanöver auf die Gegenfahrbahn geraten und dann mit dem Streifenwagen zusammengeprallt. Der 24-jährige Fahrer des Pkw und eine 22 Jahre alte Frau starben, drei Polizeibeamte wurden schwer verletzt.

Die Polizei Südhessen twitterte zu dem Absturz.