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AfD-Politiker Markus Frohnmaier: "Unter absoluter Kontrolle Russlands"

AfD-Politiker Markus Frohnmaier: "Unter absoluter Kontrolle Russlands"
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Sputnik/Kremlin/Alexei Druzhinin via REUTERS
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Im deutschsprachigen Twitter ist #Frohnmaier Trending Topic und auch international erregt der AfD-Abgeordnete Aufsehen. Nach Recherchen von Spiegel, ZDF, BBC und anderen hat Russland den Politiker der rechtspopulistischen Partei schon vor der Wahl 2017 unterstützt. In einer von tausenden ausgewerteten E-Mails des Kreml heißt es nach diesen Medienberichten: "Er wird ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter im Bundestag sein."

"Wie Putin die AfD für seine Zwecke missbraucht" ist der Titel des Artikel im SPIEGEL. Die BBC hat bei Markus Frohnmaier nachgefragt, der Politiker bestreitet die Vorwürfe und spricht von Fake News.

Der ehemalige Vorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation "Junge Alternative" ist in Rumänien geboren und im Alter von einem Jahr in Deutschland adoptiert worden. Auf Twitter teilt er schon er Posts anderer AfD-Politiker und von RT, dem russischen Staatssender. Frohnmaier ist auch schon auf die von Russland annektiierte Krim gereist ist und sieht diese als Teil Russlands an. Er gehört zum rechtsnationalen sogenannten "Flügel" und zu den Anhängern von Björn Höcke.

Auch im Bundestag kamen die Russland-Verstrickungen von Markus Frohnmaier zur Sprache.

Der Geheimdienst ermittelt

Inzwischen ermittelt auch der deutsche Geheimdienst. Eine mögliche Einflussnahme Moskaus auf die Europawahl sowie die anstehenden Landtagswahlen in den deutschen Bundesländern Brandenburg, Thüringen und Sachsen werde untersucht, schrieb das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Wie es in Geheimdienstkreisen heiße, sehe Moskau in rechtsextremen deutschen Parteien mögliche Verbündete in seinem Bestreben, den Westen zu destabilisieren. Die im Bundestag vertretene AfD habe dem deutschen Verfassungsschutz zufolge nur "geringe und limitierte Kontakte" nach Russland, schreibt das RND. In den Blick der Verfassungsschützer sei aber der AfD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzende der "Junge Alternative" (JA), Markus Frohnmaier.