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Spanien am Tag nach der Wahl

Eine Flagge der PSOE weht vor Pedro Sánchez
Eine Flagge der PSOE weht vor Pedro Sánchez -
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REUTERS/Sergio Perez
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Spanien am Tag nach der Wahl.
Die Aufteilung des Parlaments: zersplitterter als zuvor. Der Durchbruch für die rechtspopulistische Vox. Und ein Sieg für die sozialistische Arbeiterpartei PSOE, die aber keine absolute Mehrheit erzielen konnte.

Für manche Bürger kam das Ergebnis unverhofft. "Eine absolute Überraschung. Wir haben weder das Debakel für die Partido Popular noch für Podemos erwartet", meint ein Mann.

Die Absage der Ciudadanos an die PSOE und die "Rivera no"-Sprechchöre vor dem Hauptquartier der Sozialisten lassen wenige Optionen offen, erklärt eine Frau: "Die Koalition werden PSOE und Podemos bilden, denn die Wähler der PSOE wollen keine Regierung mit den Ciudadanos und die Ciudadanos haben jegliche Bündnisse mit der PSOE ausgeschlossen."

Nach der Angst vor einem massiven Vorstoß der ultrarechten Vox relativieren heute einige ihren Einfluss.

"Am Ende haben sie nur 24 Sitze. Sie werden eine Stimme im Abgeordnetenhaus haben, aber es wird nicht so viel... Es gibt unterschiedliche Meinungen und sie müssen respektiert werden, sowohl von der einen, als auch von der anderen Seite", plädiert ein junger Mann.

Die Sozialmaßnahmen, die Ministerpräsident Pedro Sánchez in den neun Monaten seiner Regierung ergriffen hat, haben viele überzeugt. So auch diesen Herrn: "Pedro Sánchez hat viele Stimmen eingesackt. Was hat Pedro Sánchez getan? Seine erste Amtshandlung war, die Renten zu erhöhen, dann brachte er viele Sozialmaßnahmen durch, die die Partido Popular komplett blockiert hatte."

Sánchez muss nun eine regierungsfähige Koalition bilden.

Jetzt beginnt die Verhandlungsphase. Regierungsbündnisse oder -koalitionen werden die spanische Politik für die nächsten Jahre bestimmen. Sánchez hat die Tür für alle Formierungen offengelassen, es bleiben also verschiedene Szenarien, aber am wichtigsten für die Bürger ist, dass die Koalition, wie auch immer sie aussehen wird, Stabilität ins Land bringt.
Cristina Giner
euronews (Madrid)