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Wiener Stephansdom bittet um Spenden - aber bargeldlos

Wiener Stephansdom bittet um Spenden - aber bargeldlos
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Einmal kurz die Kreditkarte gezückt, schon ist die Spende abgebucht. Der Wiener Stephansdom geht mit der Zeit und bittet künftig auch um bargeldlose Unterstützung. Dompfarrer Toni Farber erinnert sich, dass es früher mitunter von der Kanzel getönt habe:

„Heute möchte ich's im Klingelbeutel nicht klingen hören, sondern nur rascheln hören. Und die moderne Variante dazu: Heute möchte ich's am Spendenterminal als Bonausdruck bestätigt sehen."

Peter Böhler vom Bankhaus Schelhammer & Schattera erläutert die Vorteile der bargeldlosen Kollekte: „Es kommen hier Gäste und Besucher aus aller Herren Länder in den Dom und entsprechend sind die Münzen. Und das zweite Problem ist eben die Verschmutzung der Münzen, die sich durch die Manipulation in unmittelbarer Nähe der Kerzen oft ergibt, die eben dazu führen, dass es Probleme bei der automatischen Zählung gibt."

Vorerst kommen die bargeldlosen Spenden ausschließlich der Riesenorgel zugute, für deren Restaurierung die Domkirche mindestens 850.000 Euro benötigt. Insgesamt werden für die Instandhaltung des Gotteshauses jährlich rund 2,2 Millionen Euro aufgewendet.