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Amazon-Chef Besoz will mit neuer Mondlandefähre die NASA unterstützen

Amazon-Chef Besoz will mit neuer Mondlandefähre die NASA unterstützen
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REUTERS/Clodagh Kilcoyne
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Amazon-Gründer Jeff Bezos hat ein Modell einer Mondlandefähre präsentiert. Sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin entwickelt das Fahrzeug "Blue Moon" seit drei Jahren.

Es soll laut Bezos bis zu vier Mondautos sowie Geräte für wissenschaftliche Untersuchungen und eventuell sogar Menschen an Bord nehmen können. Zudem soll es Satelliten ins All schießen können, die dann um den Mond kreisen.

REUTERS/Clodagh Kilcoyne

"Vizepräsident Pence sagte erst kürzlich, dass es die erklärte Politik dieser Regierung und der Vereinigten Staaten von Amerika ist, amerikanische Astronauten innerhalb der nächsten fünf Jahre auf den Mond zurückzubringen. Ich liebe das. Es ist das Richtige. Für diejenigen von euch, die zu Hause rechnen, das ist 2024. Wir können helfen, diesen Zeitplan einzuhalten, aber nur, weil wir vor drei Jahren angefangen haben. Es ist Zeit, diesmal zum Mond zurückzukehren, um zu bleiben", sagte Bezos bei der Präsentation.

Trump und Besoz trotz vergangener Kritik in Vorhaben vereint

Während Bezos Pence Zeitplan und das Vorhaben von Trumps Administration in höchsten Tönen lobte, wurde der Milliardär in der Vergangenheit immer wieder vom US-Präsidenten kritisiert. Trump nannte den Unternehmer Jeff "Bozo", was übersetzt "Depp" bedeutet.

Bezos besitzt auch die Zeitung "Washington Post", welche Trump wiederholt in seinen Attacken gegen die Medien erwähnte.

In ihrem Bestreben bezüglich der Mondforschung sind Trump und Bezos jedoch einer Meinung. 2017 machte der US-Präsident die Rückkehr zum Mond zu einer hohen Priorität für das US-Raumfahrtprogramm. Eine solche Mission würde ihm zufolge auch eine Grundlage dafür schaffen, Menschen in Zukunft auf den Mars zu bringen. Bei einer Wiederwahl im nächsten Jahr wäre 2024 das letzte volle Amtsjahr von Trump.

Erscheinungsdatum der Mondlandefähre noch unbekannt

Bezos gab weder ein genaues Einführungsdatum noch eine geplante Mission für das Mondlandefahrzeug bekannt. Man sei jedoch bereit, die NASA zu unterstützen. Einige NASA-Mitarbeiter saßen bei der Präsentation im Publikum.

Auf Twitter schrieb der reichste Mann der Welt: "Blue Origin baut die Infrastruktur, um eine neue Generation von Träumern zu entfesseln. Ich habe diese Menschen heute getroffen, die Zukunft ist in guten Händen."

Vor gut einem Jahr hatte Bezos gesagt, Blue Origin sei "das Wichtigste, was ich mache". Er glaubt, dass die Erschließung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern.

Neben Bezos engagiert sich auch Tesla-Chef Elon Musk mit SpaceX in der Raumfahrt. Beide US-Raketenanbieter erhalten hoch dotierte Aufträge von der Regierung in Washington und können so die Preise auf dem kommerziellen Markt drücken.