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Barley: EU als "Schutzraum für Menschen, nicht nur Banken"

Barley: EU als "Schutzraum für Menschen, nicht nur Banken"
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Europaweiter Mindestlohn, mehr Geld für Soziales, mehr Klimaschutz: Mit diesen Forderungen wirbt die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley um Stimmen für die Europawahl. Die deutsche Justizministerin ist bei den Wählern beliebt – den Abwärtstrend der Sozialdemokraten scheint aber auch sie nicht stoppen zu können.

"Brexit hat Menschen aufgerüttelt"

Laut Umfragen steuert die SPD auf schwache 16 Prozent zu – hinter Union und Grünen. Das wären über zehn Prozentpunkte weniger als 2014. Doch immerhin: Das Interesse der Menschen an den Wahlkampfveranstaltungen ist laut Barley groß.

"Wir müssen regelmäßig noch Stühle zustellen, oder Menschen müssen stehen", sagte Barley am Rande einer "Pulse-of-Europe"-Kundgebung. "Wir erleben, dass der Brexit das ist, was die Menschen aufgerüttelt hat und ihnen gezeigt hat, Europa macht sich nicht von allein, man muss wirklich was tun.“

"Das Soziale ist nicht Teil von Europa, das muss sich ändern"

Barleys Vater ist Brite, die Mutter Deutsche. Ihr Mann halb Spanier, halb Niederländer. Die 50-Jährige lebt Europa, stellt aber klar: die EU muss umgekrempelt werden: "Europa wurde als Wirtschaftsraum gegründet. Das Soziale ist bislang nicht Teil von Europa und das muss sich ändern.“

Eine EU, die sich für die Menschen und ihre Sorgen interessiert, nicht nur für den "Schutz von Unternehmen und Banken" – dafür will sich Barley einsetzen. Ob sie der SPD damit doch noch zum Wahlerfolg verhelfen kann, bleibt abzuwarten.