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Vorbild Ada Hegerberg: Junge Fußballspielerinnen träumen vom Erfolg

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Salomé Munnia-Vincent aus dem französischen Lyon spielt leidenschaftlich gern Fußball. Die Zehnjährige kann sich vorstellen, Profi-Spielerin zu werden. „Ich mag am Fußball, dass man draußen ist und rennt. Und ich mag Sport und lerne gerne neue Leute kennen. Manchmal sagen Jungs, 'oh, sie spielt Fußball, das ist komisch'. Dann sage ich einfach, nein, ist es nicht, denn jeder kann Fußball spielen.

Salomés Eltern finden, dass Fußball ihrer Tochter gut tut. Natalie Vincent-Munnia: „Salomé spielt zum ersten Mal in einem Team, ich denke dabei lernt sie Menschen anders kennen.“

In Lyon gibt es viele Möglichkeiten für Mädchen, Fußball zu spielen. Salomé trainiert zusammen mit 30 anderen Mädchen beim FC Gerland, einem Amateur-Club.

"In einer Mädchenmannschaft ist es einfacher für die Spielerinnen"

Für Mädchen ist es einfacher, in einem rein weiblichen Team zu spielen, sagt der Vereinschef Toàn Nguyen: "In einer Mädchenmannschaft ist es einfacher für die Spielerinnen, Selbstvertrauen zu gewinnen. Wenn sie in einem gemischten Team spielen, trauen die Jungs ihnen nicht so viel zu und spielen ihr den Ball nicht zu, dann verlieren sie natürlich das Vertrauen in sich.

Einige ehemalige Spielerinnen des FC Gerland spielen mittlerweile professionell. Viele der jungen Spielerinnen wollen ihnen nachfolgen. So auch die 13-jährige Emilie: „Ich habe meinen Bruder in einem kleinen Verein spielen sehen und mich gefragt, ob es auch einen Frauenverein gibt. Das ist jetzt schon meine zweite Saison und ich werde weitermachen, hoffentlich bis ich Profi bin.

Frankreich ist Gastgeber der Weltmeisterschaft und Lyon ist die Heimat der erfolgreichsten Frauenfußballmannschaft der Welt. Olympique hat zum Beispiel sechs Mal die Champions League gewonnen.

Mehr Diskriminierung im Spitzensport

Fußball wird bei Mädchen immer beliebter, trotzdem gibt es vor allem im Spitzensport immer noch Diskriminierung. Marie N'diaye, Trainerin beim FC Gerland: "Wir haben dieselben Spielfelder, dieselben Trainer, dieselben Bedingungen wie die Jungs. Wir werden sogar mehr gefördert. Aber weiter oben gibt es viele Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen und Männer und Frauen und die Gehälter sind auch nicht dieselben."

Doch vielleicht ändern sich die Dinge für diese Generation junger Spielerinnen. Denn ihr Vorbild ist schon längst nicht mehr Ronaldo, sondern Ada Hegerberg.