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SIPRI: Neues Zeitalter des nuklearen Wettrüstens

SIPRI: Neues Zeitalter des nuklearen Wettrüstens
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REUTERS/ Regis Duvignau
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Der Welt droht ein neues Zeitalter des nuklearen Wettrüstens. Zwei zentrale Abrüstungsverträge zwischen den beiden mit Abstand größten Nuklearmächten USA und Russland laufen aus – und werden wohl nicht verlängert – die New-Start-Vereinbarung aus dem Jahr 2010 und der 1987 geschlossene INF (Intermediate Range Nuclear Forces)-Vertrag. Unter wechselseitigen Verstoß-Vorwürfen haben erst die USA und nun auch Russland den INF-Vertrag von 1987 aufgekündigt.

Laut Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute), Schweden, modernisieren alle neun Atommächte der Erde ihre Nuklearwaffen: USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea.

Der weltweite Bestand an Atomwaffen ist demnach gegenüber 2018 zurückgegangen, das liege aber daran, dass veraltete Technik stillgelegt oder vernichtet wurde. Laut SIPRI-Bericht gibt es weltweit 13.865 Atomwaffen, ein deutlicher Rückgang gegenüber den knapp 14.465 im Vorjahr. 90 Prozent gehörten den USA oder Russland. Nahezu 6.000 dieser Waffen seien bei Truppenverbänden stationiert oder im Zustand hoher Einsatzbereitschaft.

"ABBAU UNWAHRSCHEINLICH"

"Die Aussichten auf einen weiteren verhandelten Abbau der russischen und US-amerikanischen Nuklearstreitkräfte erscheinen angesichts der politischen und militärischen Unterschiede zwischen den beiden Ländern zunehmend unwahrscheinlich", so die SIPRI-Spezialistin Shannon Kile, Direktorin des SIPRI-Programms für nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung.

su