Nordkorea und China nähern sich wieder an

Nordkorea und China nähern sich wieder an
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Der Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Nordkorea macht deutlich: Beide Staaten nähern sich wieder an.

Letzter Besuch Chinas vor 14 Jahren

Experten bewerten das Treffen als einen Neustart der gegenseitigen Beziehungen. Zuletzt kam vor 14 Jahren ein chinesischer Präsident in das abgeschottete Nachbarland.

Das Verhältnis zwischen Nordkorea und China war in den vergangenen Jahren merklich abgekühlt: Nordkorea hatte mit dem Bestreben hin zu einem eigenen Atomprogramm die Stabilität in der Region bedroht.

Die Verhandlungen mit den USA über Nordkoreas Atomwaffenprogramm befinden sich in einer Sackgasse. Das zweite Gipfeltreffen zwischen Kim Jong-Un und US-Präsident Donald Trump war kürzlich gescheitert, beide Seiten konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht einigen. Pjöngjang sucht deshalb wieder Anschluss an seinen einzigen Verbündeten China.

Peking fordert Rückkehr zu Atomgesprächen

Auch Peking hat großes Interesse daran, dass sich die Beziehungen Nordkoreas zu den USA entspannen. Xi rief in diesem Zusammenhang die Regierungen beider Länder auf, die Gespräche wieder fortzusetzen.

Der Besuch bei Kim sei für ihn "ein neues und großartiges Kapitel" in der Freundschaft zwischen China und Nordkorea.