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Ausschreitungen in Hongkong: Regierung kündigt Konsequenzen an

Ausschreitungen in Hongkong: Regierung kündigt Konsequenzen an
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Am Tag nach den Ausschreitungen in Hongkong und der zeitweisen Besetzung des Hongkonger Parlaments hat die Regierungschefin Carrie Lam Konsequenzen für die beteiligten Demonstranten angekündigt.

Das Ausmaß an Gewalt und Vandalismus sei schockierend, die Regierung werde das gesetzeswidrige Verhalten bis zum Ende verfolgen, sagte Carrie Lam auf einer Pressekonferenz.

Am Jahrestag der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong an China waren die seit Wochen andauernden Proteste gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz an China gestern eskaliert.

Mit Schutzbrillen, Masken und Bauhelmen ausgerüstet hatten sich hunderte Regierungskritiker gewaltsam Zutritt zum Plenarsaal verschafft und eine Flagge aus der Kolonialzeit am Podium befestigt. Sie besprühten die Wände im Gebäude mit Protestparolen und zerstörten Teile der Einrichtung. Dabei hielten die Protestler aufgespannte Regenschirme in den Händen, sie gelten seit 2014 als Symbol der Hongkonger Demokratiebewegung.

Die Polizei gab an, dass 13 Einsatzkräfte bei der Räumung verletzt wurden.

Regierungschefin Lam versicherte zwar erneut, dass das Auslieferungsgesetz an China praktisch vom Tisch sei, die Demonstranten wollen aber weiter protestieren, bis das Gesetz offiziell zurückgenommen wird.

Das Auslieferungsgesetz würde es Hongkongs Behörden erlauben, von China beschuldigte Personen an die Volksrepublik auszuliefern. Kritiker warnen, Chinas Justiz sei nicht unabhängig und unterstütze politische Verfolgungen. Web: inhaftierte Mitglieder der Protestbewegung freikommen und Polizisten bestraft werden, die schon bei einem Protest am 12. Juni gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen waren.