Frauenfußball im Angriffsmodus

Frauenfußball im Angriffsmodus
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Die Fußball-WM der Frauen nähert sich ihrem Höhepunkt - am Sonntag steigt im französischen Lyon das Finale.

Zwar erhalten die kickenden Frauen weniger Aufmerksamkeit als ihre männlichen Kollegen - doch das könnte sich bald ändern. Die Fans in Lyon machen mobil und werben bei dieser WM erfolgreich für den Frauenfußball.

Ein Mädchen ist begeistert: "Ich möchte Profi-Fußballerin werden. Das alles hier ist einfach fantastisch."

TV-Einschaltquoten werden besser

Nicht nur in Frankreich sind die Einschaltquoten bei dieser WM rekordverdächtig. In Großbritannien verfolgten mehr als 6 Millionen Menschen den WM-Auftakt ihrer Mannschaft gegen Schottland. Beim Spiel gegen Norwegen waren es sogar 7,6 Millionen.

Auch die Ticketpreise sind enorm gestiegen. Ist das also der Durchbruch im Frauenfussball?

Der ehemalige Profifußballer Francis Benali sieht eine positive Entwicklung:

"Das Interesse an den Spielen ist groß. Man schaue sich nur an, wie viele Menschen nach Frankreich gekommen sind, um sich die WM-Spiele anzusehen. In England überlegt man die 'Women's Super League‘, in ihrer zweiten Saison, mit großen Sponsoren, wie zum Beispiel 'Barclays‘ auszustatten. Das könnte dafür sorgen, dass das Interesse am Frauenfußball und die Berichterstattung darüber ansteigen."

Mehr Interesse bei Sponsoren

Profi-Fußballerinnen verdienen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Doch die Werbetreibenden haben mitbekommen, dass das Interesse immer mehr steigt.

Neues Publikum, größere Menschenmassen, Sponsoring-Gelder und Unternehmen, die präsent sein und mitverdienen wollen - das alles ist ein gutes Zeichen, dass sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln.

Eine Frau sagt: "Es bedeutet so viel für mich, hier zu sein. Ich war schon bei der letzten WM, das war sehr wichtig für mich."

Eine weitere Frau meint, dass dies eine große Hoffnung für alle Frauen auf der ganzen Welt sei.

Der Frauenfußball hat mit dieser WM auf sich aufmerksam gemacht. Es ist zu hoffen, dass das Interesse daran auch in Zukunft weiter wächst.