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Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete will vorerst nicht nach Deutschland zurück

Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete will vorerst nicht nach Deutschland zurück
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REUTERS/Guglielmo Mangiapane
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Carola Rackete, die Kapitänin von Sea-Watch will vor ihrer nächsten Anhörung bei der Staatsanwaltschaft nicht nach Deutschland zurückkehren. Die Vernehmung ist für den 18. Juli geplant. Ob Rackete bis dahin in Italien bleibt, wollte Ruben Neugebauer, der Sprecher von Sea-Watch, jedoch nicht sagen. "Sie ist frei und kann hingehen, wo sie möchte." Der momentane Aufenthaltsort von Rackete ist geheim.

Eigentlich war die Anhörung schon für diesen Dienstag angesetzt. Dabei geht es um den Vorwurf der Beihilfe zur illegalen Migration. In einem zweiten Verfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft zudem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gegen ein Kriegsschiff.

Die 31-Jährige war mit dem Schiff "Sea-Watch 3" unerlaubt in den Hafen von Lampedusa gefahren. An Bord hatte sie 40 Migranten, die sie und ihr Team zuvor im Mittelmeer gerettet hatten.

Der Fall Rackete sorgte für hitzige Diskussionen. Es gab verschiedene Spendenaufrufe für die Kapitänin, bei denen mehr als eine Million Euro zusammenkamen. Diese Spenden will Sea-Watch nun mit anderen Seenotrettern gemeinsam nutzen.

"Es wird ein Gremium gebildet, weil wir das Geld möglichst effektiv für die Seenotrettung einsetzen wollen, nicht nur für Sea-Watch, sondern wir wollen gemeinsam schauen, wo es am dringendsten gebraucht wird", sagte Neugebauer.

In dem Gremium seien unter anderem verschiedene Hilfsorganisationen sowie das Netzwerk Seebrücke vertreten. Ein Teil der Spenden soll für die Verfahrenskosten von Rackete verwendet werden.

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