Mittelmeer: Seenotrettungsschiffe holen hunderte Menschen an Bord

Die Seenotrettungsschiffe müssen lange warten, bis ihnen ein sicherer Hafen für die Migranten zugteilt wird.
Die Seenotrettungsschiffe müssen lange warten, bis ihnen ein sicherer Hafen für die Migranten zugteilt wird. Copyright SOS Humanity
Von Euronews mit AP und dpa
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Am Wochenende haben Seenotrettungsschiffe von privaten NGO‘s hunderte Menschen im Mittelmeer an Bord geholt. Die Schiffe sind nun überfüllt, weil die Retter auf die Zuteilung eines sicheren Hafens in Italien oder Malta warten müssen.

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Am Wochenende haben Seenotrettungsschiffe hunderte von Menschen von überfüllten Booten im Mittelmeer gerettet und an Bord geholt. Insgesamt haben die drei Schiffe See-Watch-3, See-Eye-4 und Humanity-1 fast 300 Personen gerettet.

Diese Schiffe hatten bereits viele weitere gerettete Menschen an Bord, die die gefährliche Überfahrt von Nordafrika in Richtung Europa gewagt hatten. Nun warten die Schiffe auf die Zuteilung eines sicheren Hafens in Malta oder Süditalien.

Überbelegung in Lampdusas Aufnahmezentrum

Auch haben in den letzten Tagen viele Menschen die italienische Insel Lampedusa erreicht. Die meisten von ihnen fuhren aus Tunesien mit kleinen Booten. Im Laufe des Wochenendes gab es fast 250 Neu-Ankömmlinge. Das Aufnahmezentrum auf Lampedusa ist bereits seit Ende August überfüllt.

Überfahrten begünstigt durch heißen Sommer

Der heiße und trockene Sommer hat dieses Jahr die Überfahrt über das Mittelmeer begünstigt. Laut dem italienischen Innenministerium haben allein in diesem Jahr 57,000 Migranten Italien über das Mittelmeer erreicht.

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