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Konferenz in London: Kampf für Pressefreiheit

Konferenz in London: Kampf für Pressefreiheit
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Journalisten leben weltweit einen teils gefährlichen Beruf. In vielen Ländern gibt es de facto keine Pressefreiheit. Das Vertrauen in die Medien ist auf einem beispiellosen Tiefstand. Mächtige Social Media- und Entertainment-Dienste beherrschen den Medienmarkt. Fake news stacheln populistische Strömungen an. Auf der internationalen Konferenz für Medienfreiheit in London versucht man Lösungen zu finden.

Großbritanniens Außenmister Jeremy Hunt will Hoffnung machen:

"In einer Welt, in der der Kolumnist der Washington Post, Jamal Khashoggi, in der saudischen Botschaft ermordet wurde, in der die talentierte junge Journalistin Lyra McKee von Extremisten in Nordirland erschossen wurde, darf man sich nicht dem Fatalismus hingeben. Wir müssen jetzt gemeinsam handeln. Nur so können wir die Angriffe auf den Journalismus in den Fokus rücken und denen entgegenwirken, die Journalisten einschüchtern oder für ihre Arbeit einsperren wollen."

Ein Thema, das auf der Konferenz diskutiert wurde, war die Nicht-Einladung der Medien Russia Today (RT) und Sputnik. Grund sei ihre "aktive Rolle bei der Verbreitung von Desinformationen".

Der Journalist und RT-Mitarbeter Afshin Rattansi sagte im Euronews-Interview, dass man nur das veröffentlichen wolle, was die Mitglieder der NATO und ihre verbündeten Medien nicht der Bevölkerung mitteilen wollten.

Auf die Nachfrage, ob das denn die russische Regierung tue, antwortete er, dass ihm niemand von der russischen Regierung sagen würde, was er auf Russia Today sagen solle und was nicht.

Russia Today und die Nachrichtenagentur Sputnik geben an, unparteiisch zu sei. RT wird jedoch häufig als Propaganda-Nachrichtendienst der russischen Regierung bezeichnet. Der französische Präsident Emmanuel Macron kritisierte RT offen für ihre Propaganda-Rolle. Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat wiederholt festgestellt, dass Russia Today gegen ihre eigenen Regeln der Unparteilichkeit verstoßen hat.

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