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Lösung im Streit um iranischen Öltanker?

Lösung im Streit um iranischen Öltanker?
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Reuters / Jon Nazca
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Im Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten Öltanker hat der britische Außenminister Jeremy Hunt die Freigabe des Schiffes durch die Behörden im britischen Überseegebiet unter bestimmten Bedingungen in Aussicht gestellt.

Das teilte Hunt am Samstag nach einem Telefongespräch mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif mit. "Wenn wir Garantien dafür erhalten, dass der Tanker nicht nach Syrien fährt, können wir die Situation in einem ordentlichen Verfahren vor den gibraltarischen Gerichten klären. Das war der Zweck meines Telefonats. Es war ermutigend zu hören, dass auf iranischer Seite kein Wunsch besteht, diese Situation eskalieren lassen. Sie wollen ebenfalls eine Lösung - und das wollen wir versuchen."

Das iranische Außenministerium in Teheran bestätigte auf seiner Webseite den Telefonkontakt der beiden Minister. "Wir hoffen, dass die rechtlichen Ermittlungen in Gibraltar schon sehr bald zur Freigabe des iranischen Tankers führen werden", wurde der iranische Chefdiplomat zitiert.

Sarif erwarte, dass London umgehend ein Ende der illegalen Festsetzung des Tankers anordne. Der Iran hat zwar stets dementiert, dass der Tanker nach Syrien fahren sollte, hat aber nie mitgeteilt, was dann das Ziel der Reise war.

Ein britischer Tanker, ein Dementi aus Teheran und viele Fragen

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker "Grace 1" in der vergangenen Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der Iran protestierte, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Der Oberste Gerichtshof in Gibraltar ordnete jedoch an, dass das Schiff mindestens bis zum 21. Juli nicht wieder auslaufen darf.

Verschärft wird der Streit durch einen Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Straße von Hormus am Mittwoch. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britisches Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran besteitet, in den Vorfall verwickelt zu sein.