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16-Jähriger tötet sich selbst und Familie: "Damit sie nicht trauern"

16-Jähriger tötet sich selbst und Familie: "Damit sie nicht trauern"
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Wikipedia CC Александр Земляникин
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Der Schock in Russland ist groß. Ein 16-Jähriger hat offenbar fünf Mitglieder seiner Familie und sich selbst getötet. In einem Haus in dem Dorf Patrikejewo in der Region Uljanowsk seien fünf Leichen und in der Nähe des Ortes auch der tote Jugendliche gefunden worden, teilte die oberste Ermittlungsbehörde in Moskau am Sonntag mit. Wahrscheinlich hat der 16-Jährige seine Familie mit einer Axt erschlagen.

Die Ermittler eröffneten ein Mordverfahren. Sie gingen davon aus, dass der Junge seine Großmutter (69), seine Mutter (42) und seine beiden Geschwister im Alter von vier Jahren tötete, bevor er sich selbst das Leben nahm. Unter den Toten war auch ein 66-jähriger Mann, der - nach unterschiedlichen Angaben - sein Vater oder Großvater war.

Abschiedsbrief: "Damit sie nicht trauern müssen"

Die Ermittler in der Region - rund 900 Kilometer südöstlich von Moskau - fanden der Agentur Interfax zufolge einen Abschiedsbrief des Jugendlichen. Untersucht werde nun, ob der Junge psychische Probleme gehabt habe. Offiziell lagen aber keine Hinweise auf eine Erkrankung vor. Er soll Klassenbester und Teilnehmer an Wissensolympiaden gewesen sein. Seine Leiche sei an einem Mobilfunkmast gefunden worden, wie die zentrale Moskauer Ermittlungsbehörde mitteilte. Er soll dort hochgeklettert und dann in den Tod gestürzt sein.

Der Jugendliche soll in dem Brief geschrieben haben, dass er sich das Leben nehmen wolle - und seine Familie ebenfalls töte, damit sie nicht trauern müsse, meldete Interfax unter Berufung auf Ermittler. Unklar war auch, wie er seine Familie tötete. An den Leichen seien tiefe Schnittwunden gefunden worden, hieß es. Womöglich hatte er sie mit einer Axt erschlagen.

Wenn Sie selbst deprimiert sind, können Sie sich in Deutschland per Chat, Mail oder telefonisch kostenlos und anonym unter 0800/111 0 111 beraten lassen. Ein muslimisches Beratungstelefon gibt es rund um die Uhr unter 030 - 44 3509 821 (oder wenn nicht in Deutschland: 0049 - 30 / 44 35 09 821). In Österreich können Sie sich unter der Telefonnummer 142 beraten lassen oder im Internet. In der Schweiz hilft die Dargebotene Hand im Internet und unter der Telefonnummer 143.