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Brasiliens Bolsonaro: Umweltschützer legen Feuer im Amazonas

Brasiliens Bolsonaro: Umweltschützer legen Feuer im Amazonas
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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro gibt Umweltschützern die Schuld an den schweren Waldbränden, die derzeit im Amazonas-Regenwald wüten.

Bolsonaro: Umweltschützer führen "Krieg" - aus Geldmangel

Seine Regierung habe Zahlungen an Hilfsorganisationen eingestellt, diese würden nun wegen Geldmangels Feuer legen und so "einen Krieg" gegen ihn führen, erklärte der Präsident des größten südamerikanischen Landes.

"Was die Brände im Amazonas angeht, habe ich den Eindruck, dass sie von Hilfsorganisationen gelegt sein könnten. Sie wollten Geld. Was war ihre Absicht? Probleme in Brasilien zu schüren", sagte er.

Amazonas-Regenwald schrumpft so schnell wie nie zuvor

Seit Januar haben die Behörden mehr als 72.000 Brände registriert - ein Anstieg von rund 84 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit dem Amtsantritt des rechten Bolsonaro schrumpt der Regenwald in nie dagewesenem Ausmaß.

Bolsonaro unterstützt die ohnehin starke Agrarlobby des Landes. Im Regenwald sieht er ungenutztes wirtschaftliches Potenzial, etwa für Anbauflächen und die Rinderzucht. Die Zunahme der Brände resultiert wohl auch aus dem Signal, das der Präsident den Landwirten sendet: Sie fühlen sich ermutigt, ihr Land für Ackerbau und Viehzucht zu räumen.

Brasiliens Präsident: Freund der Agrarlobby

Bolsonaro hatte angekündigt, keine neuen Schutzgebiete auszuweisen, weitere Rodungen zulassen. Selbst vor den Stammesgebieten indigener Gruppen macht er nicht Halt.

Inzwischen regt sich auch Widerstand im eigenen Land. Umweltschutzverbände wiesen die Vorwürfe zurück.Camila Veiga, Aktivistin der Hilfsorganisation ABONG sagt:

"Bolsonaro ist unverantwortlich. Er muss seine Aussage beweisen, dass gemeinnützige Organisationen Feuer im Amazonas gelegt haben."

Dem Amazonas-Regenwald, der auch die "grüne Lunge der Erde" genannt wird, kommt als CO2-Speicher eine besonders große Bedeutung im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu.