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Mehr als 35.000 bei Unteilbar-Demo für mehr Solidarität in Dresden

Mehr als 35.000 bei Unteilbar-Demo für mehr Solidarität in Dresden
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REUTERS/Hannibal Hanschke
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An diesem Samstag vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September haben mehr als 35.000 Menschen an einer Demonstration unter dem Motto "#UNTEILBAR Solidarität statt Ausgrenzung" teilgenommen. Viele waren in Sonderzügen aus ganz Deutschland angereist.

Die etwa 400 Organisationen, die hinter dieser Veranstaltung stehen, erwarteten mehrere Zehntausend TeilnehmerInnen. Der Demonstrationszug startete um 13 Uhr am Dresdener Altmarkt starten und führte zur Cockerwiese. Da es sommerlich warm war, hatten die Organisatoren den Protestierenden auch empfohlen, Sonnencreme mitzubringen.

Bei der ersten #unteilbar-Demo im Oktober 2018 in Berlin hatten etwa 240.000 Menschen teilgenommen - und damit ein Zeichen gegen den Rechtsruck und die AfD gesetzt.

Die taz zitiert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, er finde es gut und wichtig, dass es Menschen gebe, die die Demokratie und den Rechtsstaat bei der ,unteilbar'-Demonstration verteidigen möchten. Auch dass sie ein Zeichen gegen die AfD setzen wollen, könne er nachvollziehen. Aber als CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident könne er nicht bei einem Protest mitmachen, bei der Antifa-Gruppen dabei seien. Vertreter von Grünen, SPD und Linken sind in Dresden dabei.

Mit-organisiert wird #unteilbar von der evangelischen und der katholischen Kirche, der Klimaschutz-Bewegung "Fridays for Future" und anderen Umweltgruppen.

Im Aufruf zu dem Protest steht:

"Es reicht, wir wollen eine andere Gesellschaft!

Nach Monaten der Schockstarre sind am 13. Oktober 2018 so viele Menschen wie lange nicht mehr auf die Straße gegangen. Unsere zentrale Botschaft lautete: Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen. Unsere Vielfalt ist unsere Stärke. Wir stehen #unteilbar für Gleichheit und soziale Rechte.

Eine Politik, die auf grenzenloses Wachstum und maximale Gewinne setzt, erzeugt massive soziale Ungleichheit und zerstört die Natur. Sie bereitet den Weg für autoritäre Lösungen und das Erstarken völkischer Parteien.

Die Wahlen im Jahr 2019 sind eine Nagelprobe für die Demokratie. Machen wir gemeinsam eine andere, eine offene und solidarische Gesellschaft sichtbar! Ergreifen wir die Initiative!"

Im Internet teilten viele Teilnehmer Fotos ihrer Anreise und Eindrücke der Veranstaltung.

Politiker von SPD, Linken und Grünen unterstützen die Demonstration.

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