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Nicht nur in Brasilien: Starker Anstieg der Waldbrände

Nicht nur in Brasilien: Starker Anstieg der Waldbrände
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Wegen seiner zögerlichen Reaktion auf die verheerenden Brände im Amazonasgebiet ist er weltweit in die Kritik geraten, nun schickt Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro Streitkräfte in den Kampf gegen die Flammen.

In sieben Bundesstaaten der Region soll das Militär bei den Löscharbeiten helfen und gegen Brandstifter vorgehen. Insgesamt stehen gut 44.000 Soldaten zur Verfügung.

Auch die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen, um gegen Organisatoren der Aktion "Tag des Feuers" vorzugehen. Das gab der brasilianische Justizminister Sérgio Moro auf Twitter bekannt.

Mitglieder dieser Gruppe sollen sich in sozialen Netzwerken zur gezielten Brandstiftung verabredet haben, um Bolsonaro, der Umweltkontrollen im Amazonaswald lockern will, zu unterstützen, wie brasilianische Medien berichten.

In Brasilien wüten die schwersten Waldbrände seit Jahren. Satellitenaufnahmen zeigen, dass seit Januar die Zahl der Feuer und Brandrodungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zugenommen hat. Insgesamt wurden fast 80.000 Brände registriert.

Die Feuer haben sich inzwischen auch auf die Regenwälder von Bolivien und Peru ausgebreitet. In Bolivien ist schon fast eine Million Hektar Regenwald zerstört.

Aus dem All sind auch verheerende Brände in Afrika, vor allem in Angola und der Demokratischen Republik Kongo zu sehen, die derzeit jedoch kaum auf öffentliches Interesse stoßen.

Dafür erregten große Waldbrände in Sibirien und zuletzt in Alaska viel Aufsehen. Dort kam es nach einem der trockensten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen zu Feuersbrünsten.

Viele machen den Klimawandel für den Anstieg der Brände verantwortlich. In Brasilien und anderen Ländern ist aber auch Brandrodung im Spiel. Umweltschützer werfen Präsident Bolsonaro vor, ein politisches Klima geschaffen zu haben, in dem sich Bauern zu immer mehr Abholzung und Brandrodung ermutigt sehen.

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