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Unverhoffte Fortschritte in Biarritz - G7-Gipfel zu Ende gegangen

Unverhoffte Fortschritte in Biarritz - G7-Gipfel zu Ende gegangen
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Von Christoph WieselDarren McCaffrey mit dpa
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Ursprünglich sollte es beim G7-Treffen in Biarritz noch nicht einmal eine Abschlusserklärung geben. Ein gemeinsames Schriftstück kam nach drei Tagen Gipfel dann aber doch heraus - und auch insgesamt mehr Einigkeit als erwartet.

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Ursprünglich sollte es noch nicht einmal eine Abschlusserklärung geben beim G7-Treffen im französischen Biarritz. Gastgeber Emmanuel Macron wollte wegen Differenzen mit US-Präsident Donald Trump auf ein Dokument verzichten.

Ein gemeinsames Schriftstück gab es nach drei Tagen Gipfel dann aber doch - und auch insgesamt mehr Einigkeit als erwartet. Unverhoffte Bewegung vor allem im Irankonflikt, mit der Aussicht auf Gespräche zwischen Iran und USA.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte vermittelt. "Ich habe mit Irans Präsident Ruhani telefoniert und ihm gesagt: Wenn er Präsident Trump trifft, bin ich davon überzeugt, dass eine Einigung erzielt werden kann", so Macron.

Donald Trump sagte in Biarritz: "Wir wollen keinen Machtwechsel. Unsere Ziele sind: Keine Atomwaffen, keine ballistischen Raketen - und das über einen längeren Zeitraum. Wir können das in sehr kurzer Zeit erreichen."

Bewegung im Handelskrieg

Optimismus bei Trump auch in Handelsfragen: Der US-Präsident kündigte zum Abschluss der dreitägigen Beratungen an, es werde “sehr bald“ neue Verhandlungen zwischen den USA und China geben.

"Ich glaube, China will wirklich eine Einigung. Chinas Vizepräsident hat gesagt, er wolle ein Abkommen unter ruhigen, kontrollierten Bedingungen. Dem könnte ich nicht mehr zustimmen", so Trump. China habe in den letzten Monaten einen schweren Schlag erlitten. "Sie haben 3 Millionen Arbeitsplätze verloren, und es könnten noch mehr werden."

Entspannung im Verhältnis zwischen Trump und G7-Partnern

Darren McCaffrey berichtet für Euronews aus Biarritz: "Unter Trump haben die USA in den Schlüsselthemen Iran, Handel und Klimawandel konträre Positionen zu den anderen G7-Ländern vertreten. Doch dieser Gipfel scheint zumindest die Stimmung verändert zu haben. Präsident Trump scheint jetzt offener für Diplomatie zu sein - ein Wort, das in letzter Zeit nicht sehr oft im Weißen Haus zu hören war."

Im Kampf gegen die Brände des Amazonas-Regenwaldes sagten die G7 eine Soforthilfe von 20 Millionen US-Dollar zu. Weitere Themen in Biarritz waren: Die Gleichstellung von Frauen, Hilfe für Afrika, Klimawandel und Artenvielfalt. Beim nächsten G7-Gipfel 2020 werden die USA den Vorsitz übernehmen.

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