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Terrorvorwürfe fallengelassen: Österreicher Max Z. darf Türkei verlassen

Terrorvorwürfe fallengelassen: Österreicher Max Z. darf Türkei verlassen
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Der Österreicher Max Z. war in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagt. Nun ist er freigesprochen worden. Das bestätigte sein Anwalt Murat Yilmaz.

Demnach habe der Staatsanwaltschaft selbst den Freispruch von Z. sowie drei weiteren Angeklagten gefordert, da er keine illegalen Aktivitäten habe nachweisen können. Das Gericht in Ankara habe dem stattgegeben. Eine schriftliche Urteilsbegründung folge noch.

Die Staatsanwaltschaft hatte Z. ursprünglich vorgeworfen, Mitglied der in der Türkei verbotenen linken Splitterorganisation TKP Kivilcim zu sein.

Yilmaz gab an, sein Mandant habe als freier Autor für linke Publikationen geschrieben, darunter auch über die kurdische Arbeiterpartei PKK. Die PKK ist in der EU und in der Türkei als Terrororganisation eingestuft und verboten.

Z. war im September 2018 festgenommen worden. Damals hatte sich der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz eingeschaltet und die Freilassung des jungen Mannes gefordert. Drei Monate saß Z. in Untersuchungshaft, dann wurde er entlassen. Die Türkei durfte er jedoch weiterhin nicht verlassen. Der Freispruch ändert dies nun: Er dürfe ausreisen, so sein Anwalt.