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Zu milde Strafe? Nur 14 Tage Haft für "Desperate Housewife" Huffman nach Betrugsskandal

Zu milde Strafe? Nur 14 Tage Haft für "Desperate Housewife" Huffman nach Betrugsskandal
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Bild von succo auf Pixabay
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Schauspielerin Felicity Huffman - bekannt aus der Fernsehserie "Desperate Housewives" - ist im Hochschul-Bestechungsskandal zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das berichteten verschiedene Medien unter Berufung auf das zuständige Gericht in Boston.

Die 56 Jahre alte Huffman ist die erste Angeklagte, die in dem Betrugsskandal bestraft wird.

Neben der Gefängnisstrafe muss Huffman zudem 30.000 US-Dollar (etwa 27.000 Euro) Strafe bezahlen und 250 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Schauspielerin hatte sich bereits im Mai schuldig bekannt, 15 000 Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben, damit Antworten ihrer ältesten Tochter bei einer Aufnahmeprüfung nachträglich aufgebessert wurden.

Huffman hatte gehofft, um eine Gefängnisstrafe herum zu kommen. Ihre Anwälte hatten das Gericht gebeten, lediglich eine Bewährungsstrafe, eine Geldbuße und Sozialdienste zu verhängen. Die Anklage hingegen hatte auf einen Monat Haft und eine Geldstrafe von 20 000 Dollar plädiert.

In den sozialen Netzwerken prangern Nutzer an, das Strafmaß sei zu milde - und sei eine Folge von "White Privileg", also den Privilegien der weißen US-Bürger. So vergleicht Kirsten Clarke, Anwältin und Präsidentin des Lawyers' Committee For Civil Rights Under Law, zum Beispiel Huffmans Fall mit dem von Kaleif Browder, der für den Diebstahl eines Rucksacks zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Einen großen Teil davon saß er Clarke zufolge in Einzelhaft ab. Nachdem er freigelassen wurde, brachte er sich selbst um.

Viele Nutzer verweisen zudem auf den Fall von Tanya McDowell. Die Mutter hatte ihren Sohn in einem falschen Schulbezirk angemeldet und wurde deswegen zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Der Skandal um die wohlhabende Eltern in den USA, die Testergebnisse und Urkunden ihrer Kinder gefälscht und ihnen Zugang zu Elite-Universitäten erkauft haben sollen, hatte weite Kreise gezogen. Unter anderem sind auch Schauspielerin Lori Loughlin aus der Sitcom "Full House" und ihr Mann, der Modedesigner Mossimo Giannulli, in dem Fall angeklagt.

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