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Judo: Sanktionen gegen Iran

Judo: Sanktionen gegen Iran
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Von Andrea Büring mit dpa
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Weil sich der iranische Judoka Saeid Mollaei den Anweisungen des nationalen Judoverbands widersetzte, musste er nach Berlin fliehen.

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Die Sportwelt wird von einem politischen Skandal erschüttert. Weil der iranische Judo-Verband über einen Judoka politisch agieren handeln, wurde er nun mit einer Sperre belegt. Ab sofort darf das Land nicht mehr an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Der iranische Verband habe mit seinem Handeln gegen die olympische Charta und den Ethikcode des Judo-Weltverbands IJF verstoßen, teilte der Weltverband mit.

Hintergrund ist die brisante Flucht des iranischen Judoka Saeid Mollaei. Der iranische Verband hatte ihm verboten, während der WM in Tokio gegen einen Belgier anzutreten, weil Mollaei im Falle eines Sieges gegen einen Israeli hätte antreten müssen. Mollaei widersetzte sich und floh danach nach Deutschland.

Die Menschen im Iran kennen die Realität. Sie sind nicht frei. Das Gegenteil wollte ich der Welt beweisen: Dass ich frei sein und weitreichende Entscheidungen treffen kann
Saeid Mollaei
Judoka

Seit mehreren Jahrzehnten treten iranische Sportler unter Vorwänden nicht gegen israelische Gegner an, denn der Iran erkennt Israel nicht als Staat an. Auch im Judo kam es wiederholt zu vermeintlichen Verletzungen, damit Iraner nicht gegen israelische Judoka antreten mussten.

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