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Paris: Polizistenmörder war ein radikaler Islamist

Paris: Polizistenmörder war ein radikaler Islamist
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Der Polizistenmörder, der im Pariser Polizeihauptquartier vier Menschen ermordet hat, soll ein radikalisierter Islamist gewesen sein. Das gab die französische Staatsanwaltschaft am Samstag bekannt.

Der 45-Jährige Polizeibeamte hatte am Donnerstag vier Kollegen erstochen, bevor er von einem weiteren Polizisten erschossen wurde.

Der Chefermittler Jean-François Ricard von der französischen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft: "Aus mehreren Zeugenaussagen geht hervor, dass der Täter an einer radikalen Interpretation des Islam festhielt. Das lässt sich zum jetzigen Augenblick aus seinen Aussagen folgern. Zunächst seine Zustimmung zu bestimmten Taten, die im Namen der Religion begangen worden sind. Dann sein Wunsch, Kontakte zu Frauen einzuschränken, und seine Zustimmung zu den Anschlägen auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo", die er gegenüber einem Kollegen geäußert hatte."

Der Mann, der seit mehreren Jahren in der Polizeidirektion gearbeitet hatte, sei vor rund zehn Jahren zum Islam konvertiert und habe Kontakte in die salafistische Szene gehabt, sagte die Staatsanwaltschaft weiter.

Der Mann habe vor der Tat außerdem per Mobiltelefon ausschließlich religiöse Nachrichten mit seiner Ehefrau ausgetauscht. Diese sei den Ermittlern nicht als terrorverdächtig bekannt.

Frankreich war in den vergangenen Jahren wiederholt das Ziel von Terrorangriffen.