Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Tulpenstrauß für Terroropfer: Streit um Jeff Koons-Skulptur in Paris

Tulpenstrauß für Terroropfer: Streit um Jeff Koons-Skulptur in Paris
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Eine Hand mit elf Tulpen, die sich siegreich gen Himmel streckt: Das ist das umstrittene Geschenk des US-amerikanischen Starkünstlers Jeff Koons an die Stadt Paris.

Die mehr als zehn Meter hohe und 30 Tonnen schwere Skulptur soll an die Opfer der Attentate in Frankreich zwischen 2015 und 2016 erinnern.

"Wir müssen einen Weg finden, in die Zukunft zu schauen", sagt Koons zu seinem Werk. Wir müssen dazu in der Lage sein, für unsere Kinder zu leben. Die Opfer und Familien, die einen furchtbaren Verlust erlitten haben, müssen einen Weg nach vorne finden. Es geht also darum, Solidarität zu zeigen, dass wir für sie da sind und gemeinsam einen Weg finden."

Mehrere Angehörige der Opfer des Terroranschlags auf die Konzerthalle Bataclan waren bei der Einweihung. Auch Patricia Correia, dessen Tochter bei dem Attentat 2015 ums Leben kam.

"Das ist eine starke symbolische Geste zwischen beiden Ländern. Für mich stellt es die Farben des Lebens dar, die Wurzeln, die da sind und trotz all der tragischen Ereignisse, die wir erlebt haben, weiter wachsen. Diese Blumen stehen für das Leben."

Ursprünglich sollte die Plastik auf dem Vorplatz zwischen zwei Museen gegenüber dem Eiffelturm stehen. Dagegen liefen zahlreiche Kunstschaffende Sturm. Sie kritisierten den Standort als zu prominent und sahen in der Aktion einen kommerziellen Coup des Amerikaners. Nun steht der Strauß unweit der Champs-Élysées in dem kleinen Park hinter dem Petit Palais, dem Museum der Schönen Künste der Stadt Paris.