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Nordkorea "enttäuscht" von Atomgesprächen mit USA

Nordkorea "enttäuscht" von Atomgesprächen mit USA
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Nach monatelanger Funkstille haben die USA und Nordkorea in Stockholm die Atomgespräche wiederaufgenommen und eine höchst unterschiedliche Bilanz gezogen. Washington sprach von guten Verhandlungen, Pjöngjang hingegen von einem Scheitern.

Nordkorea: "USA haben uns sehr enttäuscht"

Kim Myong Gil, Chefunterhändler für Nuklearfragen in Nordkorea, meinte:

"Das Ende der Verhandlungen, ohne Ergebnis, liegt nur daran, dass die USA ihre alte Sichtweise und Einstellung nicht aufgeben würden.

Die USA hatten Erwartungen geweckt, indem sie einen flexiblen Ansatz, neue Methoden und kreative Lösungen vorgeschlagen hatten, aber sie haben uns sehr enttäuscht und unsere Begeisterung für Verhandlungen gedämpft, denn sie haben nichts an den Verhandlungstisch gebracht."

USA: "In zwei Wochen erneut verhandeln"

Ganz anders die Reaktion auf die Gespräche vonseiten des US-Außenministeriums: Man könne nicht an einem Tag "70 Jahre Krieg und Feindseligkeit auf der koreanischen Halbinsel" beseitigen. Washington nähme die schwedische Einladung an, in zwei Wochen erneut zu verhandeln.

Die USA und westliche Verbündete fordern eine atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel. Nordkorea hat grundsätzlich den Willen dazu bekundet, besteht aber vor Zugeständnissen auf einer schrittweisen Aufhebung der Sanktionen.