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Türkei-Offensive in Nordsyrien: EU mahnt Ankara zu Zurückhaltung

Türkei-Offensive in Nordsyrien: EU mahnt Ankara zu Zurückhaltung
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Die Türkei und ihre lokalen Verbündeten wollen in den Norden von Syrien einmarschieren, um eine sogenannte Sicherheitszone auf syrischem Gebiet einzurichten. Die EU mahnt Ankara zu Zurückhaltung.

In der Sicherheitszone in Nordsyrien will die Türkei unter anderem syrische Flüchtlinge angesiedeln. Die USA haben ihre Truppen kurz nach Ankündigung der türkischen Offensive zurückgezogen. Damit verliert die kurdische Miliz YPG ihren einstigen Partner.

Die kurdischen YPG-Milizen, die Nordsyrien kontrollieren, waren wichtige Verbündete der USA im Kampf gegen den sogenannten "Islamischen Staat".

Der Rückzug der USA verärgert die Kurdenführer.

Die EU forderte Ankara mit Nachdruck auf, sich zurückzuhalten. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte: "Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen im Nordosten werden nicht nur das zivile Leid verschlimmern und zu massiven Vertreibungen führen, sondern auch die Gefahr mit sich bringen, dass die derzeitigen politischen Bemühungen, die wir unterstützen, ernsthaft untergraben werden. Wir haben die Parteien der Astana-Gespräche, zu denen auch die Türkei gehört, nachdrücklich aufgefordert, die Beendigung von Feindseligkeiten zu gewährleisten."

In mehreren Tweets hatte US-Präsident Donald Trump den Rückzug der US-Truppen verteidigt. Die YPG sei für den Kampf bezahlt worden und habe Ausrüstung bekommen. Er teilte auch gegen EU-Länder aus, die nicht bereit seien, ihre ehemaligen IS-Kämpfer aus den nordsyrischen Gefängnissen zurückzuholen.

Nur wenige Stunden nach der Ankündigung des Truppenrückzugs durch das Weiße Haus, wurden Konvois von US-Sondereinheiten beim Verlassen des Gebiets gesichtet.

Die Kurden in Nordsyrien gingen auf die Straße und protestierten gegen den Abzug ihrer bisherigen Verbündeten.

Kurdenanführer kündigten an, sich jedem türkischen Vorstoß zu widersetzen und warnten vor einem neuen Konflikt in der ohnehin umkämpften Region.