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Libanon: Proteste legen öffentliches Leben lahm

Demonstration im Libanon
Demonstration im Libanon -
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Tausende Demonstranten haben im Libanon das öffentliche Leben großteils lahmgelegt. In der Hauptstadt Beirut kam es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten.

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Demonstrant im LibanonReuters

Diese warfen Gegenstände auf die Sicherheitskräfte, darunter auch Feuerwerkskörper. Laut Innenministerium wurden Dutzende Polizisten und Demonstranten verletzt.

Wegen der Proteste blieben viele Schulen und Geschäfte am Freitag geschlossen. Die Proteste richteten sich gegen Korruption und gegen geplante Sparmaßnahmen der Regierung.

Eine ältere Demonstrantin meinte: "Ich muss jeden zweiten Tag zur Dialyse, und das während der Benzinkrise. Ich habe bei den Tankstellen regelrecht um Benzin gebettelt, damit ich ins Krankenhaus fahren kann, aber sie haben mich weggeschickt. Ich bin krank. Ich habe einen meiner Söhne ins Ausland geschickt, aber er hat auch nicht genug Geld für meine Behandlung. Ich mus Rechnungen bezahlen, Benzin, die Banken, ich muss Hundert verschiedene Sachen zahlen."

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Proteste in der Stadt Bardscha.Reuters

Im Süden des Libanon zogen Demonstranten vor das Büro eines Abgeordneten. Andere errichteten Straßensperren, teilweise wurden diese angezündet.

Die Proteste hatten bereits in der Nacht zum Freitag begonnen, nachdem eine Gebühr für Sprachanrufe über Dienste wie WhatsApp angekündigt worden war. Die Maßnahme wurde wieder zurückgenommen.

Inzwischen hat Premierminister Saad Hariri Besserungen versprochen. Er gab der Regierung 72 Stunden Zeit, um nach Lösungen zu suchen. Der Libanon kämpft mit einer schweren Wirtschafts- unf Finanzkrise.

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