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Teure Hoffnung: Zwei-Millionen-Euro-Spritze für todkranken Jungen

Teure Hoffnung: Zwei-Millionen-Euro-Spritze für todkranken Jungen
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Eine rund zwei Millionen Euro teure Spritze soll sein Leben retten: Der fast zwei Jahre alte Zente leidet an spinaler Muskelatrophie, einer als unheilbar geltenden Erbkrankheit. Der kleine ungarische Junge kann kaum seinen Kopf halten und atmet nur mit technischer Hilfe.

Crowdfunding-Kampagne

Studien zufolge führt die Krankheit meist in den ersten Lebensjahren zum Tod. Doch das teure Medikament Zolgensma lässt seine Familie hoffen. Um die enorme Summe aufzubringen, startete sie eine Crowdfunding-Kampagne.

Zentes Eltern kontaktierten mich Ende September mit der guten Nachricht, dass sie das benötigte Geld für die Behandlung gesammelt hatten und baten uns weiterzumachen.
Gyorgy Velkey
Direktor der Kinderklinik Bethesda

Das Medikament muss nur ein einziges Mal in die Blutbahn injiziert werden und enthält eine funktionsfähige Version des in Zentes Körper defekten Gens. Anita Gergely, Zentes Ärztin sagt: "Wir haben Zente jetzt im Krankenhaus gesehen und mit der Steroidbehandlung begonnen. Heute Morgen haben wir ihm das Medikament eine Stunde lang intravenös zugeführt."

Medikament noch nicht in Europa zugelassen

Das Medikament, das als eines der aktuell teuersten der Welt gilt, ist nicht unumstritten. Die Behandlung wurde bislang nur von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde zugelassen, in Europa noch nicht. Für Zente erteilten die ungarischen Behörden eine Sondergenehmigung.

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