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Raketenhagel auf beiden Seiten: Israel und Gaza beschießen sich

Raketenhagel auf beiden Seiten: Israel und Gaza beschießen sich
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REUTERS/Mussa Qawasma
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Nur um Haaresbreite verfehlt heute Vormittag eine Rakete aus Gaza zwei Autofahrer nahe Aschdod. Es war eines von über 100 Geschossen, die militante Palästinenser innerhalb weniger Stunden in Richtung Israel abfeuerten. Getroffen wurde unter anderem ein Haus im Süden des Landes. Auch in Tel Aviv heulen die Sirenen, Explosionen waren zu hören.

Israel tötet Islamistenführer in Gaza

Der Beschuss aus Gaza ist die Reaktion auf die gezielte Tötung Abu al Atas, Kommandeur der militanten Palästinenserbewegung "Islamischer Dschihad", durch Israel. Die Rakete traf den Islamistenführer gegen 4.00 Uhr morgens in seiner Wohnung nahe Gaza-Stadt. Auch seine Frau wurde getötet.

Regierungschef Benjamin Netanjahu verteidigte die Militäraktion. Abu al Ata sei eine "tickende Zeitbombe" und verantwortlich für eine Reihe von Terrorattacken auf Israel gewesen. International wächst die Angst vor einem neuen Gaza-Krieg. Die EU rief beide Seiten zur Besonnenheit auf. Die Vereinten Nationen bemühen sich laut Medienberichten hinter den Kulissen intensiv um eine Beruhigung der Lage.

Tote in Gaza, Verletzte in Israel

Derzeit aber stehen die Zeichen auf Eskalation. Bei weiteren gezielten Luftangriffen auf den Gaza-Streifen kamen offenbar mehrere Palästinenser ums Leben. Auch der Raketenhagel in Richtung Israel geht weiter. Dort gab es bislang keine Toten, aber Verletzte zu beklagen.

Die radikalislamische Hamas verurteilte die Tötung des Islamistenführers und kündigte Vergeltung an. Nach eigenen Angaben war sie aber nicht an den jüngsten Attacken aus Gaza beteiligt.

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