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Zeugin eingeschüchtert? Trump wettert auf Twitter zu Ukraine-Affäre

Zeugin eingeschüchtert? Trump wettert auf Twitter zu Ukraine-Affäre
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In der Ukraine-Affäre in den USA ist die frühere US-Botschafterin in Kiew Marie Yovanovitch vom Repräsentantenhaus angehört worden. Und noch während der Befragung der Ex-Botschafterin wetterte der US-Präsident Donald Trump auf Twitter gegen die 61-jährige Diplomatin. Und diese fühlt sich bedroht.

Mit Yovanovitchs Aussage setzten die Demokraten ihre öffentlichen Anhörungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren, das sogenannte Impeachment gegen Präsident Donald Trump fort.

Trump schrieb auf Twitter, Yovanovitch sei vom neuen Präsidenten der Ukraine negativ beurteilt worden. Und ein US-Präsident habe absolut das Recht, (neue) Botschafter zu ernennen. Egal wo Marie Yovanovitch hingegangen sei - erst in Somalia, dann in der Ukraine -, habe sich die Lage verschlechtert, schrieb Donald Trump.

Auf den Tweet angesprochen, sagte Yovanovitch: "Es ist einschüchternd".

Der Ausschussvorsitzende Adam Schiff deutete mit Blick auf Trumps Tweet an, dieser könne womöglich als Einschüchterung von Zeugen gewertet werden.

Yovanovitch sieht sich als Opfer einer «Rufmordkampagne» - wegen ihres Engagements gegen Korruption. Sie sagte: "Was mich immer wieder erstaunt ist, dass korrupte Ukrainer Amerikaner gefunden haben, die bereit waren, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Es ist ihnen anscheinend gelungen, die Absetzung eines US-Botschafters zu koordinieren. Ich bin weiterhin darüber enttäuscht, dass die Verantwortlichen im Außenministerium und andere nicht anerkannt haben, dass die Angriffe gegen mich gefährlich und falsch sind."

Telefonate von Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij stehen im Zentrum der Ukraine-Affäre. Trump regte in dem Gespräch Ermittlungen gegen den Sohn seines demokratischen Konkurrenten Joe Biden an. Die Republikaner versuchen, die Ermittlungen als Schmähkampagne gegen Trump darzustellen.

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