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Easyjet will klimaneutral werden

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Easyjet will klimaneutral werden
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Easyjet will den CO2-Ausstoß seiner Flugzeuge vollständig mit Klimaschutzprojekten ausgleichen. Man sei ab sofort die weltweit erste große Fluggesellschaft mit Netto-Null-Emissionen, sagte Airline-Chef Johan Lundgren bei der Vorstellung der Geschäfstergebnisse für das Jahr 2018/2019 in London. Der Billigflieger will dafür im laufenden Geschäftsjahr umgerechnet rund 29 Millionen Euro ausgeben.

So sollen die Treibhausgase unter anderem durch Aufforstungsprojekte, Investitionen in erneuerbare Energien und den Gebrauch CO2-sparender Energien ausgeglichen werden. Fliegen mit Easyjet werde dadurch weder teurer noch unsicherer, versicherte der Konzern auf seiner Website.

Man sei sich bewusst, dass der Ausgleich nur eine Übergangsmaßnahme sei, sagte Lundgren. Easyjet werde daher die Entwicklung innovativer Technologien weiter unterstützen. So wolle man unter anderem zusammen mit Airbus an der Entwicklung hybrider und elektrischer Flugzeuge arbeiten.

Easyjet-Chef gegen Luftverkehrssteuern

Wie andere Airline-Chefs zuvor wandte sich der Easyjet-Chef gegen Luftverkehrssteuern, die in Deutschland gerade erhöht wurden. Sie machten den Luftverkehr nicht sauberer, sondern verhinderten Investitionen in emissionssparendere Flugzeuge.

Der EU-Kommission zufolge verursacht der Flugverkehr drei Prozent des Treibhausgasausstoßes in der EU und zwei Prozent weltweit. 2020 werden demnach voraussichtlich 70 Prozent mehr Schadstoffe ausgestoßen, als 2005. Bis 2050 könnten es noch einmal 300 bis 700 Prozent mehr sein.

Umweltorganisationen kritisieren, das die Treibhausgaskompensation durch Fluglinien keine nachhaltige Lösung sei. Stattdessen sollten Regierungen die Regulierungen verschärfen.

Auch andere Fluglinien verpflichteten sich bereits zur Treibhausgasreduzierung - und kompensation. Easyjet geht dabei bisher am weitesten.