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Tote bei Protesten im Irak

Tote bei Protesten im Irak
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Bei Protesten in der südirakischen Stadt Al-Nasirija sind erneut mehrere Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 16 Menschen wurden bei Zusammenstößen von Demonstranten mit Sicherheitskräften getötet, Mehr als 75 Menschen wurden verletzt. Augenzeugen berichteten, die Sicherheitskräfte hätten Schusswaffen und Tränengas eingesetzt, um die Demonstranten auseinanderzutreiben und eine blockierte Brücke zu öffnen. Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad und in vielen Regionen im Süden des Landes kommt es regelmäßig zu Protesten gegen die politische Elite des Landes und die ausufernde Korruption. Die Demonstranten fordern einen Rücktritt der Regierung sowie ein neues politisches System.

Bei den Protesten kamen bereits mehr als 300 Menschen ums Leben, die meisten davon Demonstranten. Menschenrechtler werfen den Sicherheitskräften einen unangemessenen Einsatz von Gewalt vor.

Demonstranten hatten am Mittwochabend in der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Nadschaf das Konsulat des Nachbarlands Iran gestürmt und in Brand gesetzt. Ihre Wut richtet sich gegen den von ihnen empfundenen Einfluss des Nachbarlandes. Der Iran verurteilte den Angriff und verlangte von der Regierung ein "konsequentes Vorgehen gegen die Täter".

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