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Alternative zur Gänsestopfleber: "Naturfette" Foie Gras aus Toulouse

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Alternative zur Gänsestopfleber: "Naturfette" Foie Gras aus Toulouse
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Nicht nur, aber vor allem in Frankreich herrscht derzeit Hochkonjunktur für Gänseleber. Was Tierschützer aufgrund der gängigen Zwangsmast seit Langem empört, kommt in vielen Haushalten traditionell auf den Teller. Allerdings sind Industrie und Produzenten bemüht, sich Trends wie der wachsenden Nachfrage nach ökologisch und ethisch korrekten Lebensmitteln anzupassen.

Kombination von Bakterien

Ein Institut in Toulouse züchtet jetzt Babygänse, die mit einem Darmbakterium geimpft werden dass eine Art Beschleunigungsprozess auslöst. Entdeckt hat das Bakterium nach eigenen Angaben Professor Rémy Burcelin, Miteigentümer des Instituts Aviwell bei Toulouse.

Er erläutert: "In der Herbstsaison müssen Gänse und Enten über Tausende von Kilometern wandern. Sie mästen sich dann quasi selbst, indem sie viel fressen und einen Energiespeicher im Körper aufbauen. Dieser Prozess wird von Darmbakterien, von der Darmflora gesteuert. Wir haben entdeckt, dass eine Kombination bestimmter Bakterien dafür verantwortlich ist. Diese Kombination löst ein natürliches Programm in Babygänsen aus. Das Ergebnis ist ein vollständig biologisches Wachstum von Fett in der Leber, die wir naturfette Foie Gras nennen, weil die Gans nicht zwangsernährt wird."

Die ersten 600 Gänse kommen auf den Markt

Die ersten 600 Gänse dieser neuen Generation sollen rechtzeitig zu den Feiertagen geschlachtet werden. Danach wird wohl die Nachfrage entscheiden, ob die naturfetten Lebern marktfähig sind.

Gourmets mit einem Faible für zwangfrei hergestellte Tierprodukte müssen zwar rund drei Mal tiefer in die Tasche greifen, erhalten aber einen kulinarischen Gegenwert - sagt zumindest Chefkoch Simon Carlier vom Restaurant Solides in Toulouse: "Zuerst hat mich die naturfette Gänseleber an die normale Foie Gras erinnert. Das änderte sich bei der Zubereitung. Es ist ein Produkt, das fest ist, mit einer sehr schönen Farbe. Ich möchte es in seinem natürlichsten Zustand präsentieren, weil es eine schöne Dichte, einen sehr subtilen Geschmack und vor allem eine bemerkenswerte Textur hat."

Na dann - wohl bekomm` s!

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