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Frankreich: Die Proteste gegen die Rentenreform gehen weiter

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Frankreich: Die Proteste gegen die Rentenreform gehen weiter
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In Frankreich dauern die Streiks gegen die Rentenreform an. Besonders betroffen von den Protesten: der Nah- und Fernverkehr.

In und um Paris fuhr am Freitag nur ein Fünftel der Züge. Landesweit fielen 90 Prozent der TGV-Schnellzüge aus. Ein Drittel der Bahnmitarbeiter waren im Streik.

Und auch am Wochenende soll es wieder massive Störungen im Bahnverkehr geben. Nur zehn bis 15 Prozent der Züge und Bahnen sollen fahren. Im Großraum Paris staute sich der Verkehr am Freitag auf 600 Kilometern. Die Metros in Paris werden bis Montag bestreikt.

Die sehr große Vielfalt der 42 derzeitigen Rentensysteme kann nicht fortgesetzt werden.
Edouard Philippe
Frankreichs Premierminister

Die Regierung verteidigte derweil die geplanten Maßnahmen. Regierungschef Edouard Philippe sagte:

"Die sehr große Vielfalt der Systeme, der 42 derzeitigen Systeme, kann nicht fortgesetzt werden. Die Franzosen wissen, dass sie irgendwann auf Sonderregelungen verzichten müssen, die dann nicht mehr enthalten sein werden. Und sie wissen auch, dass sie irgendwann einmal etwas länger arbeiten müssen. Das sage ich nicht mit Freude, es ist einfach etwas, das in allen Ländern, die mit Frankreich vergleichbar sind, geschieht."

Die Regierung will ein einheitlichen System einführen, das Privilegien für bestimmte Berufsgruppen beenden soll. Am Montag sind Gespräche zwischen Gewerkschaftern und Gesundheits- und Solidaritätsministerin Agnès Buzyn geplant. Gleichzeitig riefen einige Gewerkschaften dazu auf, auch am Dienstag zu streiken.