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State of the Union: Wachwechsel in Brüssel, Jonathan Coe, Orban, Klima

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State of the Union: Wachwechsel in Brüssel, Jonathan Coe, Orban, Klima
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In dieser Ausgabe von State of the Union, unserem europäischen Wochenrückblick, befasst sich Moderator Stefan Grobe mit folgenden Themen:

Wachwechsel in Brüssel - Juncker und Tusk sind gegangen, von der Leyen und Michel sind gekommen.

An der Spitze der EU-Komission verfolgen Ursula von der Leyen bereits einige ihrer Versprechen.

Bespiel: Geschlechtergleichheit. Die Kommission bleibt mehrheitlich männlich, und nur eine Handvoll Kommissare hat weibliche Amtschefs.

Von der Leyens Parade-Thema, der Umweltpakt, wurden von Klima-Aktivisten bereits kritisiert, bevor dieser nächste Woche vorgestellt wird.

Und natürlich gibt es zahlreiche unerledigte Geschäfte ihres Vorgängers.

Doch trotz allem gab es diese Woche sentimentale Tage des Abschieds und des Willkommens.

Wenn alles klappt, wird Großbritannien am 31. Januar die Europäische Union verlassen.

Ein Thema, das die britische Gesellschaft tief spaltete und spaltet.

Der Schriftsteller Jonathan Coe thematisierte diese Spaltung und arbeitete sie in einen Roman ein - damit gewann er dann den Europäischen Buchpreis.

Die nationalistische Regierung Ungarns genießt eine solide absolute Mehrheit. Ministerpräsident Viktor Orban hat dadurch weitreichende Macht.

Doch die Wahlen vom vorigen Jahr waren manipuliert - zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine internationale Organisation, die ein Jahr lang in Sachen Wahlbetrug ermittelt hat.

Ohne Manipulation wäre Orbans Macht reduziert, so heißt es.

Euronews bat seine Regierung und Partei um eine Stellungnahme - eine Antwort bekamen wir nicht.

Diese Woche wurde auf der Klimakonferenz in Madrid der jüngste Welt-Klimarisiko-Index vorgestellt.

Dieser dokumentiert Klima-Katastrophen wie Hitzewellen, Trockenheiten und Stürme – und Opfer und finanzielle Verluste.

Unter den drei weltweit am härtesten getroffenen Ländern ist eines aus Europa: Deutschland! – neben Japan und den Philippinen.

2018 erlebte Deutschland extreme Hitze und Trockenheit - die Folgen: mehr als 1300 Tote, große Ernteverluste und unübliche Waldbrände.

Die Schäden beliefen sich insgesamt auf 4,5 Milliarden Euro.

Wissenschaftler befürchten, dass Deutschland ein permanentes Katastrophengebiet wird, wenn sich nicht radikal etwas ändert.