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Mehr Frauen mit Kleinkindern in Deutschland arbeiten - in Teilzeit

Zwar kehren mehr Frauen mit Kleinkindern wieder in den Beruf zurück, die wenigsten arbeiten aber in Vollzeit
Zwar kehren mehr Frauen mit Kleinkindern wieder in den Beruf zurück, die wenigsten arbeiten aber in Vollzeit   -   Copyright  Jessica Rockowitz/Unsplash
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Nur neun Prozent der Eltern in Deutschland mit einem Kind unter drei Jahren arbeiten beide in Vollzeit. Das geht aus einem Mikrozensus des statistischen Bundesamtes hervor.

Demnach sind zwar immer öfter beide Partner wieder erwerbstätig (35 % im Jahr 2018 gegenüber 29 % 2008), die meisten Familien entscheiden sich aber für das Modell, in dem der Vater in Vollzeit und die Mutter in Teilzeit arbeitet.

Für die Rückkehr in den Beruf ist das Alter des jüngsten Kindes entscheidend: Unter 1 Jahr arbeiteten nur 7 % der Eltern wieder beide, bei einem 2-jährigen Kind gingen schon 60 % beider Elternteile wieder ihrer Arbeit nach - 2008 war das nur für 44 % der Paarfamilien der Fall.

In den ersten 14 Monaten nach der Geburt des Kindes steht Eltern in Deutschland das Elterngeld zur Verfügung, das die meisten Paare nutzen, um das Kind Zuhause zu betreuen oder mit Zuschuss in Teilzeit zu arbeiten.

Ost-West-Unterschiede

Aus der Erhebung geht klar hervor, dass Paare in Ostdeutschland häufiger wieder beide arbeiten.

19 % der Eltern in den ostdeutschen Bundesländern waren 2018 beide voll erwerbstätig

- im Westen waren es nur 7 %.

20 % der Paare im Osten entschieden sich für das Modell Vater Vollzeit, Mutter Teilzeit

- gegenüber 25 % im Westen.

Zwar arbeiten in ganz Deutschland immer mehr Väter und Mütter beide, aber in mehr als der Hälfte der Familien mit einem Kind unter drei Jahren lebt die Familie allein vom Gehalt des Vaters (54 %).

Auch hier sind die Unterschiede zwischen Ost und West auffällig: Der Anteil in den Familien mit einem jüngsten Kind im Alter von 2 Jahren lag 2018 in Westdeutschland bei 34 %, in Ostdeutschland bei 18 %.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden in dem Mikrozensus, für den 850 000 Personen in Privathaushalten befragt wurden, nicht beachtet.

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