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Klimaschützer feiern: Niederlande zu 25% CO2-Senkung verurteilt

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Klimaschützer feiern: Niederlande zu 25% CO2-Senkung verurteilt
Copyright  AP Photo/Mike Corder
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Es ist ein großer Erfolg für niederländische Klimaschützer: Ihre Regierung muss den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen in den kommenden Jahren drastischer senken als geplant. Das hat das Oberste Gericht entschieden und damit ein früheres Urteil bestätigt.

Geklagt hatte die Klima-Initiative Urgenda, der das gesetzte Ziel - 20 Prozent weniger Treibhausgase bis Ende 2020 - nicht reichte.

"Das Urteil legt fest, dass die Niederlande die Treibhausgasemissionen um mindestens 25 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 reduzieren müssen", so Richter Kees Streefkerk. Grundlage seien die Artikel 2 und 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention. "Diese verpflichten die Niederlande, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung vor der ernsten Gefahr eines Klimawandels zu schützen, der das Leben und das Wohlergehen vieler Menschen in den Niederlanden bedrohen würde."

Die bisherigen 20 Prozent entsprechen dem Klimaziel, das sich die EU gesetzt hat. Doch Wissenschaftler seien sich einig, dass Industrieländer mehr tun müssten, so die Begründung der Justiz.

Vor dem Gerichtssaal war der Jubel groß. "Ich denke, es ist wichtig, dass wir jetzt handeln", sagt eine junge Aktivistin. "Ich möchte eine Zukunft, in der ich gesund sein kann, in der ich leben kann. Genau wie die Generationen nach mir. Das ist wirklich wichtig."

Deutschland will bis Ende nächsten Jahres 40 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 auszustoßen. Doch vermutlich kann es dieses Ziel nicht einhalten.