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Nach Flugzeugabsturz im Iran: Kanada verlangt Aufklärung

Nach Flugzeugabsturz im Iran: Kanada verlangt Aufklärung
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Nach dem Absturz des ukrainischen Passagierflugzeugs im Iran mit 176 Toten geht die Suche nach der Ursache weiter.

Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, sollen Spezialisten aus Kiew am Donnerstag im Iran eintreffen, um vor allem bei der Identifizierung der Toten zu helfen.

Zunächst war auch von drei Deutschen die Rede, die an Bord gewesen sein sollen. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte jedoch mit, dass keine Erkenntnisse über Todesopfer aus Deutschland

Das Flugzeug der Ukraine International Airlines stürzte am Mittwoch kurz nach dem Start auf ein offenes Feld nahe Teheran ab. Die Maschine war auf dem Weg von der iranischen Hauptstadt nach Kiew.

Kanada will an Aufklärung mitarbeiten

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau forderte, sein Land an den Ermittlungen zu beteiligen.

Ich bin zuversichtlich, dass wir an der Aufklärung beitragen können. Das nehmen wir sehr ernst. Kanada ist eines der wenigen Länder, das viel Sachverstand mitbringt, herauszufinden, wie es zu solchen Unfällen kommt.

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf festzustellen, was in den letzten Minuten vor dem Absturz in der Maschine passiert ist.

Laut Angaben iranischer Behörden sei die Ursache ein technischer Defekt gewesen. Es wurde aber nicht genannt, warum man zu dieser Einschätzung kam.

Wie die iranische Staatsanwaltschaft berichtete, wurden die beiden Blackboxen mit den Flugdaten geborgen. Auch die ukrainische Staatsanwaltschaft hat, nach Anweisung von Präsident Selenskyj, Ermittlungen eingeleitet.

Flugzeug wurde erst kürzlich durchgecheckt

Wie die Fluggesellschaft Ukraine International Airlines berichtete, wurde die Boeing, die die Airline eigenen Angaben zufolge im Jahr 2016 in den Dienst genommen hatte, erst am vergangenen Montag überprüft.

Mehrere Fluggesellschaften haben angekündigt, den iranischen Luftraum nun umfliegen zu wollen. Die Luftfahrtbehörde FAA hatte amerikanischen Fluglinien bereits vor dem Absturz verboten, den Iran, den Irak, den Persischen Golf und den Golf von Oman zu überfliegen.

Ob ein Zusammenhang zwischen dem Absturz des Flugzeugs und der militärischen Eskalation zwischen dem Iran und den USA besteht, war zunächst nicht klar.

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