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Moskaus rascher Wandel: Mischustin Ministerpräsident, bald Referendum

Moskaus rascher Wandel: Mischustin Ministerpräsident, bald Referendum
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MTI/EPA/Jurij Kocsetkov
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Nur einen Tag nach dem Rücktritt der gesamten Regierung hat Russland einen neuen Ministerpräsidenten. Im Parlament stimmten 383 Abgeordnete für Michail Mischustin, niemand stimmte gegen den von Präsident Wladimir Putin vorgeschlagenen Chef der Steuerbehörde, aber es gab 41 Enthaltungen.

Mischustin dankte denn auch dem Präsidenten der russischen Föderation für seine Unterstützung. Der 53-Jährige erklärte vor den Parlamentariern: "Wir haben alle ernsthaften Probleme diskutiert. Ich verspreche, dass ich in engem Kontakt mit der Duma und den Fraktionen und Komitees bleiben und den eingeschlagenen Kurs überwachen werde."

Dann gab es lobende Worte von Abgeordneten der Präsidentenpartei, so sagte Sergei Newerow: "Ich fand Mischustin sehr offen und bereit für eine konstruktive Zusammenarbeit - deshalb ist es nicht überraschend, dass Präsident Putin ihn vorgeschlagen hat."

Spannend bleibt zu beobachten, welche Rolle Wladimir Putin selbst in der neuen Verfassungsstruktur Russlands wird einnehmen wollen. Das Parlament soll gestärkt werden, wie der Staatschef am Mittwoch in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt hatte.

Jetzt könnte alles ganz schnell gehen

Euronews-Korrespondentin Galina Polonskaya erkärt, dass jetzt alles kann schnell gehen wird: "Die Arbeitsgruppe für Verfassungsänderungen nimmt schon an diiesem Freitag ihre Arbeit auf, so dass die Büger sehr bald im von Putin vorgeschlagenen Referendum über die neuen Machtstrukturen abstimmen sollten."

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