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Das EU-Parlament nach dem Brexit: Spanien erhält mehr Sitze

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Das EU-Parlament nach dem Brexit: Spanien erhält mehr Sitze
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AP Photo/Jean-Francois Badias
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Ein Leben zwischen Brüssel und Spanien. Daran wird sich Marcos Ros Sempere zukünftig gewöhnen müssen.

Er ist einer von fünf spanischen Abgeordneten, die nach dem Brexit für die Sozialdemokraten ins Europaparlament einziehen. Für die PSOE sei das ein gutes Zeichen:

Proportional betrachtet werden wir mehr Mitspracherecht haben als bislang. Dieses wird gleichmäßig auf alle politischen Kräfte verteilt, die ein neues Mitglied im Parlament stellen. Das bedeutet, dass wir bei Abstimmungen, die Spanien betreffen, zukünftig mehr Möglichkeiten haben, im Europäischen Parlament Politik zu machen.

Der ehemalige Universitätsprofessor hat sich für sein neues Amt klare Ziele gesetzt. Er will sich stärker auf das Klima konzentrieren und gewährleisten, dass dabei niemand benachteiligt wird.

Nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU sei es besser, nach vorne, als nach hinten zu schauen, so Ros Sempere:

Es ist ein großer Verlust für die Europäische Union, sie verliert einen Verbündeten, sie verliert einen strategischen Partner und einen sehr mächtigen Partner. Aber ich denke, das Wichtigste ist jetzt, nicht zurückzuschauen, sondern uns darauf zu fokussieren, was wir in Zukunft tun müssen.

Trotz der jüngsten Erfolge der Vox-Partei in Spanien sei Europa stark genug, den Extremismus zu bekämpfen, meint Ros Sempere:

Von den Parteien der extremen Rechten geht eine enorme Bedrohung aus, die viele Parlamente in den einzelnen europäischen Ländern, aber auch das Europäische Parlament betreffen. Deshalb muss sowohl die Europäische Union, als auch wir von der sozialdemokratischen Fraktion dafür sorgen, dass der Bürger sich wahrgenommen fühlt, dass er weiß, dass die EU und all ihre Institutionen für seine Interessen arbeiten und eine wichtige Funktion haben.

Neben den Sozialdemokraten entsenden auch andere spanische Parteien einen Abgeordneten ins Europäische Parlament, wie die Volkspartei Ciudadanos, die rechtspopulistische Vox-Partei, oder die katalanische Pro-Unabhängigkeitspartei Junts per Catalunya.

Spanien wird dann im EU-Parlament fair repräsentiert, so wie es der Vertrag von Lissabon vorsieht.

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