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Detailreiches neues Sonnenbild von weltgrößtem Solar-Teleskop

Details der Sonnen-Oberfläche, aufgenommen vom "Daniel K. Inouye"-Solarteleskop
Details der Sonnen-Oberfläche, aufgenommen vom "Daniel K. Inouye"-Solarteleskop   -   Copyright  NSO/AURA/NSF
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Unsere Sonne - so detailliert war sie noch nie auf Bildern zu sehen. Das größte Solar-Teleskop der Welt auf Hawaii hat ein neues Bild der Sonne aufgenommen und die Sonnen-Oberfläche mit beispiellosen Details eingefangen. Das Teleskop steht auf dem Gipfel des Bergs Haleakala auf der Insel Maui.

Auf dem vom Teleskop «Daniel K. Inouye» aufgenommenen Bild sei die Oberfläche der Sonne so detailliert wie nie zuvor zu sehen, hieß es am Mittwoch von Wissenschaftlern an der University of Hawaii.

NSO/AURA/NSF
Details der Sonnen-Oberfläche, aufgenommen vom "Daniel K. Inouye"-SolarteleskopNSO/AURA/NSF

Diese neuen Sonnenbilder zeigen ein Muster von "siedendem Plasma, das die gesamte Sonne bedeckt ", so die Astronomen weiter. Zu sehen ist eine zell-artige gelb-orange Oberfläche.

"Die zellähnlichen Strukturen - jede etwa so groß wie Texas - sind ein Zeichen für die heftigen Bewegungen, die die Wärme vom Inneren der Sonne an ihre Oberfläche transportieren", heißt es in einer Erklärung der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF).

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Die Wissenschaftler hoffen, dass das in Hawaii stehende und mehr als vier Meter messende Solarteleskop «Daniel K. Inouye» ihnen dabei helfen kann, das Magnetfeld der Sonne zu überwachen. Denn dieses kann Auswirkungen auf die Erde haben- besonders im Bereich Flugreisen, Satellitenkommunikation und Stromnetze.

"Auf der Erde können wir sehr genau vorhersagen, ob es irgendwo auf der Welt stark regnen wird, aber bei dem Weltraumwetter sind wir einfach noch nicht soweit", so Matt Mountain, Präsident der Association of Universities for Research in Astronomy, die das Inouye Solar-Teleskop betreut.

"Unsere Vorhersagen hinken 50 Jahre hinter dem terrestrischen Wetter zurück, wenn nicht gar noch mehr. Wir müssen die zugrunde liegende Physik hinter dem Weltraumwetter erfassen, und dies beginnt bei der Sonne. Das wird das Inouye-Sonnenteleskop in den nächsten Jahrzehnten untersuchen", so Mountain weiter.

Ein besseres Verständnis der Magnetfelder der Sonne, ihrer Richtungen und Stärken, würde es den Regierungen ermöglichen, sich besser auf zukünftige Weltraumereignisse vorzubereiten, Stromnetze und kritische Infrastrukturen zu schützen und Satelliten sicherer zu machen.

"Während des Hurrikans Irma im Jahr 2017 berichtete die National Oceanic and Atmospheric Administration, dass ein simultanes Weltraumwetterereignis die Funkkommunikation von Ersthelfern und den Luftfahrt- und maritimen Funk acht Stunden lang störte, genau an dem Tag, die Küste erreichte", erklärte die NSF.